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	<title>Wir sind Systems Engineer &#8211; Two Pillars</title>
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	<item>
		<title>Wir sind Systems Engineer: Philip Porten von BAUER Offshore Technologies</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja Feierabend]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Apr 2024 06:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir sind Systems Engineer]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Two Pillars Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Two Pillars]]></category>
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					<description><![CDATA[Philip Porten von BAUER Offshore Technologies ist der heutige Gast unserer Interview-Reihe &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220;. Im Gespräch erzählt er von Systems Engineering in Offshore Projekten und gibt Einblicke in seine tägliche Arbeit mit iQUAVIS als Engineering Manager. Sonja FeierabendHallo Herr Porten, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben! Stellen Sie sich doch bitte erst einmal vor: Wer sind Sie, für wen arbeiten Sie und was ist Ihre Aufgabe? Philip PortenGuten Tag, Philip Porten mein Name. Ich arbeite für die BAUER Offshore Technologies GmbH als Engineering Manager. Als Teil der BAUER Gruppe bieten wir maßgeschneiderte Lösungen zur Realisierung von Offshore-Energieprojekten.  Beispielsweise werden auf von uns hergestellten Fundamenten Windkraftanlagen oder Gezeitenkraftwerke installiert. Ich beschäftige mich vor allen Dingen mit der Technik der dafür notwendigen Maschinen und Maschinenanlagen. Sonja FeierabendDas klingt nach sehr komplexen Projekten. Philip PortenJa, ich greife dazu auf das Expertenwissen innerhalb der BAUER Gruppe zurück, wie der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Spezialtiefbau GmbH. Ich habe außerdem das Glück, in sehr intensivem Kundenkontakt mit Firmen zu stehen, die mittelfristig planen, Windparks im Meer zu installieren. Sonja Feierabend&#160;Da sind wir schon mitten im Thema, aber bevor da richtig tief einsteigen, interessiert mich, wie Sie überhaupt zu Ihrer Position gekommen sind. Würden Sie einmal kurz Ihren Werdegang skizzieren?Philip PortenJa, gerne. Ich habe eine Industriemechaniker-Lehre und im Anschluss ein Maschinenbau-Studium absolviert. Ich bin also klassisch in der Werkstatt gestartet und konnte in dem Unternehmen, in dem ich meine Lehre gemacht habe, meine Diplomarbeit schreiben. Nach meinem Abschluss habe ich dann insgesamt sieben Jahre für einen Hersteller von Schiffsmotoren gearbeitet. In dieser Position war ich überwiegend als Konstrukteur in der Vorentwicklung tätig.In dieser Zeit habe ich festgestellt, dass mir ein kaufmännischer Hintergrund fehlt. Das hat mich motiviert, nebenberuflich noch einen MBA zu machen. Ich suchte dann irgendwann eine neue Herausforderung und bin dann 2015 bei der BAUER Maschinen GmbH als Projektleiter für Entwicklungsthemen gelandet. Dort habe ich sehr vielfältige Projekte betreut, von Cost-Down-Themen bis zur Neuentwicklung von Maschinen für den Spezialtiefbau. Da hatte ich dann 2017 das Glück, in die Offshore-Projekte reinzukommen. Seitdem fühle ich mich Offshore-Themen verpflichtet, deren Umfeld mich besonders fasziniert. 2021 war ich sogar dreimal jeweils fünf Wochen auf einem Arbeitsschiff zur Errichtung von Fundamenten auf dem Meeresboden. Von dort aus war es für mich die logische Konsequenz, dass ich mich in diesem Bereich weiterentwickeln will. So bin ich dann seit Januar 2023 bei Bauer Offshore Technologies. Sonja Feierabend&#160;&#160; Sie haben eingangs gesagt, Sie seien Engineering Manager. Würden Sie sich auch als Systems Engineer bezeichnen? Philip PortenNein, ich bin kein Systems Engineer. Ich habe auch keinen Ausbildungshintergrund diesbezüglich. Daher möchte mich nicht als Systems Engineer bezeichnen. Ich habe erst vor knapp zwei Jahren den Kontakt zum Systems Engineering gefunden. Vorher wusste ich nicht wirklich, was das ist. Ich nutze allerdings iQUAVIS sehr intensiv.Sonja Feierabend&#160;&#160; Nachdem ich nun schon einige Interviews geführt habe, glaube ich, dass das gar nicht so ungewöhnlich ist. Viele starten erst in einem anderen Feld und stoßen dann irgendwie über Umwege zum Systems Engineering. Wie war das bei Ihnen? Philip Porten Ich bin ein Kind aus der physischen Entwicklungswelt: Ich habe ein technisches Problem und arbeite relativ schnell an der Lösung. Dieser Ansatz ist heutzutage keinesfalls mehr gültig. Die „Probleme“ sind komplex, die Lösungen ebenso, und es gibt jede Menge Anforderungen zu berücksichtigen. Beim Systems Engineering beginnt man damit, das Problem lösungsneutral zu abstrahieren und methodisch zu analysieren: Was möchte ich machen und was benötige ich dazu? Welche Anforderungen sind zu berücksichtigen? Dieser methodische Ansatz aus dem SE war mir völlig neu. Deswegen habe ich mich anfangs auch eher schwergetan. Irgendwann ist dann der Groschen gefallen. Das war eine richtige Erkenntnis. Innerhalb weniger Tage entwickelte sich dieses neblige Bild zu einem klaren. Und dann habe ich auch den Nutzen dieses Ansatzes und der Methode (CONSENS, Anm. d. Redaktion) erkannt – und den von iQUAVIS! Seitdem nutze ich Systems Engineering und iQUAVIS sehr intensiv im Unternehmen, gemeinsam mit einer Handvoll anderer Kollegen. Wir lernen in der Anwendung voneinander, weil es sehr viel auszuprobieren gibt. Egal, an welcher Stelle man sich in einem Entwicklungsprozess oder in einer Produktentwicklung befindet: Man kann immer mit iQUAVIS anfangen. Da gibt es kein richtig oder falsch, das ist vielleicht auch die große Stärke. iQUAVIS ist sehr offen und flexibel. Sonja Feierabend&#160;&#160; Das heißt, Sie arbeiten sehr viel mit iQUAVIS? Philip Porten Wir reizen das schon sehr aus. Mittlerweile, behaupte ich, beherrsche ich das System sehr gut. Wir haben bei Bauer Offshore sehr komplexe Maschinen und vor allen Dingen auch sehr komplexe Abläufe in ihren Funktionen, zum Beispiel, um ein Fundament darzustellen. Da hilft es enorm, diese Systeme mit iQUAVIS zu beschreiben und frühzeitig Struktur reinzubekommen. iQUAVIS ist dafür das richtige Werkzeug. Ich kann dort meine Gedanken, die mich die ganze Zeit begleiten, schnell in ein System sortieren, direkt dort aufbewahren und weiterverarbeiten. iQUAVIS ist bei mir kontinuierlich geöffnet. Wenn zum Beispiel in Telefonaten mit Kollegen eine Idee aufkommt, dann kann ich das direkt mitnehmen. Das hilft später, daraus eine Anforderung zu formulieren oder zu entscheiden, dass wir das doch nicht brauchen. Gleiches gilt, wenn ich mit Kollegen an einer FMEA arbeite. Dann ist das einfach sehr praktisch und schön, dass man auch bildlich arbeiten kann. Das senkt auch die Hürde der Anwendung für die Kollegen.Sonja Feierabend&#160;&#160; Etwas ähnliches haben mir auch andere schon in den Interviews berichtet, dass Systems Engineering und iQUAVIS helfen, Gedanken zu sortieren und zu sammeln, damit man sich einfach einen Überblick verschaffen kann. Wie war das denn bei Bauer: MBSE und Systems Engineering waren auch erst einmal neu. Das heißt, Sie sind der, der das Thema dann vorangetrieben hat? Philip Porten Als KeyUser bin ich natürlich besonders aktiv. Mittlerweile arbeiten mehrere Kollegen mit iQUAVIS in der Gruppe. Momentan beschränkt sich die Anwendung allerdings noch auf den Bereich der Entwicklung und Konstruktion. Weiteres Potenzial für Systems Engineering in anderen Entwicklungsbereichen innerhalb der BAUER Gruppe ist möglich. Dadurch, dass iQUAVIS ein verhältnismäßig einfach zu bedienendes Tool ist, ist die Einstiegshürde niedrig. Wenn man einmal]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Philip Porten von BAUER Offshore Technologies ist der heutige Gast unserer Interview-Reihe &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220;. Im Gespräch erzählt er von Systems Engineering in Offshore Projekten und gibt Einblicke in seine tägliche Arbeit mit iQUAVIS als Engineering Manager. </p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Hallo Herr Porten, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben! Stellen Sie sich doch bitte erst einmal vor: Wer sind Sie, für wen arbeiten Sie und was ist Ihre Aufgabe?</p>



<p><strong>Philip Porten</strong><br>Guten Tag, Philip Porten mein Name. Ich arbeite für die <a href="https://www.bauer-offshore-technologies.com/en" target="_blank" rel="noopener">BAUER Offshore Technologies GmbH</a> als Engineering Manager. Als Teil der BAUER Gruppe bieten wir maßgeschneiderte Lösungen zur Realisierung von Offshore-Energieprojekten.  Beispielsweise werden auf von uns hergestellten Fundamenten Windkraftanlagen oder Gezeitenkraftwerke installiert. Ich beschäftige mich vor allen Dingen mit der Technik der dafür notwendigen Maschinen und Maschinenanlagen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="414" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Philip-Porten-Bauer-Offshore-Technologies-GmbH-01.jpg" alt="Philip Porten, Engineering Manager bei BAUER Offshore Technologies, Systems Engineering in Offshore Projekten" class="wp-image-16686" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Philip-Porten-Bauer-Offshore-Technologies-GmbH-01.jpg 600w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Philip-Porten-Bauer-Offshore-Technologies-GmbH-01-300x207.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Philip Porten, Engineering Manager bei BAUER Offshore Technologies</figcaption></figure>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Das klingt nach sehr komplexen Projekten.</p>



<p><strong>Philip Porten</strong><br>Ja, ich greife dazu auf das Expertenwissen innerhalb der BAUER Gruppe zurück, wie der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Spezialtiefbau GmbH. Ich habe außerdem das Glück, in sehr intensivem Kundenkontakt mit Firmen zu stehen, die mittelfristig planen, Windparks im Meer zu installieren.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong><br>Da sind wir schon mitten im Thema, aber bevor da richtig tief einsteigen, interessiert mich, wie Sie überhaupt zu Ihrer Position gekommen sind. Würden Sie einmal kurz Ihren Werdegang skizzieren?<br><strong>Philip Porten</strong><br>Ja, gerne. Ich habe eine Industriemechaniker-Lehre und im Anschluss ein Maschinenbau-Studium absolviert. Ich bin also klassisch in der Werkstatt gestartet und konnte in dem Unternehmen, in dem ich meine Lehre gemacht habe, meine Diplomarbeit schreiben. Nach meinem Abschluss habe ich dann insgesamt sieben Jahre für einen Hersteller von Schiffsmotoren gearbeitet. In dieser Position war ich überwiegend als Konstrukteur in der Vorentwicklung tätig.<br>In dieser Zeit habe ich festgestellt, dass mir ein kaufmännischer Hintergrund fehlt. Das hat mich motiviert, nebenberuflich noch einen MBA zu machen. Ich suchte dann irgendwann eine neue Herausforderung und bin dann 2015 bei der BAUER Maschinen GmbH als Projektleiter für Entwicklungsthemen gelandet. Dort habe ich sehr vielfältige Projekte betreut, von Cost-Down-Themen bis zur Neuentwicklung von Maschinen für den Spezialtiefbau. Da hatte ich dann 2017 das Glück, in die Offshore-Projekte reinzukommen. Seitdem fühle ich mich Offshore-Themen verpflichtet, deren Umfeld mich besonders fasziniert. 2021 war ich sogar dreimal jeweils fünf Wochen auf einem Arbeitsschiff zur Errichtung von Fundamenten auf dem Meeresboden. Von dort aus war es für mich die logische Konsequenz, dass ich mich in diesem Bereich weiterentwickeln will. So bin ich dann seit Januar 2023 bei Bauer Offshore Technologies.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Sie haben eingangs gesagt, Sie seien Engineering Manager. Würden Sie sich auch als Systems Engineer bezeichnen?<strong></strong></p>



<p><strong>Philip Porten</strong><br>Nein, ich bin kein Systems Engineer. Ich habe auch keinen Ausbildungshintergrund diesbezüglich. Daher möchte mich nicht als Systems Engineer bezeichnen. Ich habe erst vor knapp zwei Jahren den Kontakt zum Systems Engineering gefunden. Vorher wusste ich nicht wirklich, was das ist. Ich nutze allerdings <a href="/iquavis/">iQUAVIS</a> sehr intensiv.<br><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Nachdem ich nun schon einige Interviews geführt habe, glaube ich, dass das gar nicht so ungewöhnlich ist. Viele starten erst in einem anderen Feld und stoßen dann irgendwie über Umwege zum Systems Engineering. Wie war das bei Ihnen?</p>



<p><strong>Philip Porten</strong></p>



<p>Ich bin ein Kind aus der physischen Entwicklungswelt: Ich habe ein technisches Problem und arbeite relativ schnell an der Lösung. Dieser Ansatz ist heutzutage keinesfalls mehr gültig. Die „Probleme“ sind komplex, die Lösungen ebenso, und es gibt jede Menge Anforderungen zu berücksichtigen. Beim Systems Engineering beginnt man damit, das Problem lösungsneutral zu abstrahieren und methodisch zu analysieren: Was möchte ich machen und was benötige ich dazu? Welche Anforderungen sind zu berücksichtigen? Dieser methodische Ansatz aus dem SE war mir völlig neu. Deswegen habe ich mich anfangs auch eher schwergetan. Irgendwann ist dann der Groschen gefallen. Das war eine richtige Erkenntnis. Innerhalb weniger Tage entwickelte sich dieses neblige Bild zu einem klaren. Und dann habe ich auch den Nutzen dieses Ansatzes und der Methode (CONSENS, Anm. d. Redaktion) erkannt – und den von iQUAVIS! Seitdem nutze ich Systems Engineering und iQUAVIS sehr intensiv im Unternehmen, gemeinsam mit einer Handvoll anderer Kollegen. Wir lernen in der Anwendung voneinander, weil es sehr viel auszuprobieren gibt. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Egal, an welcher Stelle man sich in einem Entwicklungsprozess oder in einer Produktentwicklung befindet: Man kann immer mit iQUAVIS anfangen. Da gibt es kein richtig oder falsch, das ist vielleicht auch die große Stärke. iQUAVIS ist sehr offen und flexibel.</p>
</blockquote>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Das heißt, Sie arbeiten sehr viel mit iQUAVIS?</p>



<p><strong>Philip Porten</strong></p>



<p>Wir reizen das schon sehr aus. Mittlerweile, behaupte ich, beherrsche ich das System sehr gut. Wir haben bei Bauer Offshore sehr komplexe Maschinen und vor allen Dingen auch sehr komplexe Abläufe in ihren Funktionen, zum Beispiel, um ein Fundament darzustellen. Da hilft es enorm, diese Systeme mit iQUAVIS zu beschreiben und frühzeitig Struktur reinzubekommen. iQUAVIS ist dafür das richtige Werkzeug. Ich kann dort meine Gedanken, die mich die ganze Zeit begleiten, schnell in ein System sortieren, direkt dort aufbewahren und weiterverarbeiten. iQUAVIS ist bei mir kontinuierlich geöffnet. Wenn zum Beispiel in Telefonaten mit Kollegen eine Idee aufkommt, dann kann ich das direkt mitnehmen. Das hilft später, daraus eine Anforderung zu formulieren oder zu entscheiden, dass wir das doch nicht brauchen. Gleiches gilt, wenn ich mit Kollegen an einer FMEA arbeite. Dann ist das einfach sehr praktisch und schön, dass man auch bildlich arbeiten kann. Das senkt auch die Hürde der Anwendung für die Kollegen.<br><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Etwas ähnliches haben mir auch andere schon in den Interviews berichtet, dass Systems Engineering und iQUAVIS helfen, Gedanken zu sortieren und zu sammeln, damit man sich einfach einen Überblick verschaffen kann.</p>



<p>Wie war das denn bei Bauer: MBSE und Systems Engineering waren auch erst einmal neu. Das heißt, Sie sind der, der das Thema dann vorangetrieben hat?</p>



<p><strong>Philip Porten</strong></p>



<p>Als KeyUser bin ich natürlich besonders aktiv. Mittlerweile arbeiten mehrere Kollegen mit iQUAVIS in der Gruppe. Momentan beschränkt sich die Anwendung allerdings noch auf den Bereich der Entwicklung und Konstruktion. Weiteres Potenzial für Systems Engineering in anderen Entwicklungsbereichen innerhalb der BAUER Gruppe ist möglich. Dadurch, dass iQUAVIS ein verhältnismäßig einfach zu bedienendes Tool ist, ist die Einstiegshürde niedrig. Wenn man einmal reingewachsen ist, erkennt man für sich und seinen Bereich die Chancen mit iQUAVIS.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Ah, das hören wir doch gerne! Was würden Sie denn einem Unternehmen raten, das iQUAVIS neu anschaffen und Systems Engineering einführen möchte?</p>



<p><strong>Philip Porten</strong><br>Zu Beginn ist auf jeden Fall der Support von Two Pillars notwendig. Man darf sich anfangs nicht abschrecken lassen. Wenn die Kugel dann rollt, kann man sehr viel selbst ausprobieren. Dann erkennt man, dass iQUAVIS eine klare rote Linie hat. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Das Arbeiten in iQUAVIS geschieht sehr schnell und effizient. Da hat man recht schnell Erfolgserlebnisse, die dann auch wirklich Spaß machen. Man braucht allerdings einige Mitstreiter, welche mit einem gemeinsam die Methode weiterbringen wollen. Für eingefleischte physische Entwickler bedeutet die Systems-Engineering-Methode wirklich etwas Umstellung. Da nehme ich mich auch selbst nicht raus. Da braucht es am Anfang Geduld und einen langen Atem.</p>
</blockquote>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Was hätten Sie denn gern früher gewusst, als Sie mit iQUAVIS gestartet sind?</p>



<p><strong>Philip Porten</strong></p>



<p>Für mich als Anfänger auf dem Gebiet war es anfangs schwierig. Um zwei einfache Beispiele zu nennen: die Swimlanes im Funktions-Blockdiagramm oder das Handling von Datenlisten in Diagrammen. Beide sind eigentlich nichts Besonderes, aber extrem hilfreiche Features, die ich wirklich früher hätte probieren oder erkennen sollen. Sehr hilfreich ist auch das Arbeiten mit Bibliotheken oder Vorlagen, welche in den verschiedenen Projekten als Datensätze hereingeladen und weiter genutzt werden können. Damit kann man sicherstellen, dass in allen Projekten identische Informationen genutzt werden. An dieser Stelle noch ein Tipp von meiner Seite: Man sollte iQUAVIS nicht überfrachten, sondern lieber in kleinen Projekten aufbauen und diese dann in größeren Projekten zusammenbringen. Das ist aber vielleicht nur meine persönliche Geschmackssache. Was ich auch empfehlen kann: den Variantenmanager von iQUAVIS! Der ist relativ simpel zu bedienen, aber unglaublich mächtig.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong></p>



<p>Ich sehe, Sie schöpfen iQUAVIS voll aus! Wie hilft Ihnen iQUAVIS denn in Ihrem Arbeitsalltag?<br><strong>Philip Porten</strong></p>



<p>Momentan nutze ich iQUAVIS vor allem, um Anforderungen zu sammeln und um Ordnung in Anforderungen zu bekommen. Diese werden dann mit iQUAVIS weiterverarbeitet und bearbeitet, zugeordnet und allokiert. Dazu gehören zum Beispiel auch das Klassifizieren und Priorisieren von Anforderungen. Anforderungen ohne Elemente und Funktionen bringen auch nichts, deswegen geht die Entwicklung der notwendigen Elemente und Funktionen mit den Anforderungen Hand in Hand. Gerade bei komplexen Maschinen ist es extrem hilfreich, dieses Produktwissen früh und zentral zu sammeln, um es dann transparent darstellen zu können. Das Schöne dabei ist, dass man Risiken sehr früh erkennen und bewerten kann. So kann man auch das ein oder andere Risiko im Vorfeld herausspezifizieren oder „wegkonstruieren“.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Haben Sie dafür ein Beispiel?</p>



<p><strong>Philip Porten</strong></p>



<p>Ja, wir hatten jetzt schon ein paar Mal das Phänomen während einer Risikobewertung, für das wir eine Maßnahme entwickelt haben: Diese Maßnahme wurde als Anforderung ins Produkt mitspezifiziert, was dann das Risiko einfach aufgelöst hat. Das heißt, wir sehen ein Problem und wir entwickeln gleich die Lösung mit. Das passiert nur dadurch, dass man sich frühzeitig damit beschäftigt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="450" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Philip-Porten-Bauer-Offshore-Technologies-GmbH-02.jpg" alt="Systems Engineering in Offshore Projekten" class="wp-image-16691" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Philip-Porten-Bauer-Offshore-Technologies-GmbH-02.jpg 600w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Philip-Porten-Bauer-Offshore-Technologies-GmbH-02-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Philip Porten | BAUER Offshore Technologies</figcaption></figure>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Wie intensiv nutzen denn Ihre Kolleg:innen iQUAVIS?</p>



<p><strong>Philip Porten</strong><br>Wir machen jetzt nicht 40 Stunden pro Woche iQUAVIS. Wir sind aber dran, das noch mehr zu promoten, mehr in die Anwendung zu bringen und den Kollegen näherzubringen. Das ist mir wichtig. Schön ist es immer, wenn ich in mit Kollegen in einer Besprechung bin, z. B. bei einer FMEA, und die direkt sehen, wie einfach die Daten vom Blockdiagramm in die Tabelle übertragen werden und umgekehrt. Die Einfachheit wird dadurch sehr klar und viele Kollegen geben mir die Rückmeldung, dass das wirklich toll ist und sie das auch nutzen wollen. Mit ein paar Kollegen ist es mittlerweile so, dass wir schnell die FMEA in iQUAVIS zusammenbauen und dann haben wir eine transparente Tabelle, auch auf Papier. Das kriegt man mit Excel nicht mehr hin und das löst dann auch dieses „Haben-will“-Gefühl bei den Kollegen aus. Ich konnte schon bei Kunden Begeisterung auslösen, wie früh wir schon eine Risikobewertung am Start haben. Gerade im Bereich Offshore ist die technische Lösung weniger relevant als das Beherrschen der Risiken, denn das nächste Ersatzteillager ist vielleicht ein paar hundert Kilometer Schifffahrtsweg entfernt. Dinge versagen ja, aber man muss halt für diese Risiken gewappnet sein und das kann man sehr, sehr schnell und sehr gut mit iQUAVIS im Vorfeld machen.<strong></strong></p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Vielen Dank! Jetzt sind wir schon am Ende, und es geht jetzt noch um den Blick in die Zukunft. Welche Herausforderung sehen Sie für Systems Engineering in der Zukunft?</p>



<p><strong>Philip Porten</strong><br>Ich erwarte, dass Systems Engineering in weiteren Bereichen bei Neuentwicklungen eingesetzt wird, insbesondere beim Sammeln der Anforderungen und beim Erstellen der FMEAs. Das ist mit iQUAVIS sehr schnell und vorteilhaft möglich, obwohl die Komplexität und Varianz in unseren Produkten mit sehr hoher Geschwindigkeit steigen.</p>



<p>Dabei stellen sich oft Fragen: Was ändert sich, wenn ich diese und jene Funktion modifiziere? Worauf muss ich Rücksicht nehmen, wenn ich eine weitere Variante eines Unterelements in unseren Anlagen oder Maschinen ändere? Welche Risiken sind damit verbunden, welche Hardware oder Software muss sich ändern und wie kann ich diese testen? All diese Fragestellungen lassen sich mit Excel nicht mehr überblicken. Ich bin sicher, dass Vorteile im noch genaueren Spezifizieren der Anforderungen entstehen werden, einfach dadurch, dass man sich intensiv während der Frontloading-Phase mit der Beschreibung des Produkts beschäftigt, noch bevor die erste Zeichnung entstanden ist. Dabei wird alles eingebunden: von der Produktion über die Montage, die Konstruktion, den Einkauf und die Qualität bis hin zum Kunden natürlich. Damit kann man ein klares Ziel formulieren, welches dann mit den gewohnten Unwägbarkeiten in einer Entwicklung umzusetzen ist. Um einzuschätzen, wie Systems Engineering sich selbst entwickeln wird, bin ich ganz ehrlich gesagt zu wenig „Freak“ in dieser Materie. Ich schätze, dass in der Entwicklung im Rahmen künstlicher Intelligenz noch einiges kommen wird. Es wäre natürlich schön, wenn ich mittels Spracherkennung iQUAVIS sagen kann, was es zusammenbauen soll. Oder dass es erkennt, welche Zusammenhänge irgendwo relevant sind oder nicht.</p>



<div style="height:58px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-ast-global-color-6-background-color has-background">Die <a href="https://www.bauer.de/de" target="_blank" rel="noopener">BAUER Gruppe</a> ist ein führender Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Serviceleistungen für anspruchsvolle Spezialtiefbauarbeiten und angrenzende Märkte. Die <a href="https://www.bauer-offshore-technologies.com/en" target="_blank" rel="noopener">BAUER Offshore Technologies GmbH</a> realisiert Offshore-Gründungsprojekte auch in anspruchsvoller Geologie.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wir sind Systems Engineer &#8211; die Interviewreihe</h2>


<ul class="wp-block-latest-posts__list is-grid columns-2 wp-block-latest-posts"><li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Wir sind Systems Engineer Philip Porten BAUER Offshore Technologies" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/systems-engineering-in-offshore-projekten-bauer-porten/">Wir sind Systems Engineer: Philip Porten von BAUER Offshore Technologies</a><div class="wp-block-latest-posts__post-excerpt">Philip Porten von BAUER Offshore Technologies ist der heutige Gast unserer Interview-Reihe &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220;. Im Gespräch erzählt er von Systems Engineering in Offshore Projekten und gibt Einblicke in seine tägliche Arbeit mit iQUAVIS als Engineering Manager. Sonja FeierabendHallo Herr Porten, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben! Stellen</div></li>
<li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Interview Rebecca Heitmann HARTING AT Wir sind Systems Engineer" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/heitmann-systems-engineering-im-sondermaschinenbau/">Wir sind Systems Engineer: Rebecca Heitmann über Systems Engineering im Sondermaschinenbau</a><div class="wp-block-latest-posts__post-excerpt">Im heutigen &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220;-Interview sprechen wir mit Rebecca Heitmann von HARTING Applied Technologies GmbH (kurz: HARTING) über Systems Engineering im Sondermaschinenbau. HARTING hat vor einigen Jahren Systems Engineering und auch iQUAVIS eingeführt. Rebecca hat den gesamten Prozess mitgestaltet. Im Interview zeichnet sie ihren eigenen Werdegang zur Systemingenieurin nach, der mit der Einführung von</div></li>
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</ul>


<p class="has-ast-global-color-5-color has-ast-global-color-0-background-color has-text-color has-background">iQUAVIS ist ein leichtgewichtiges MBSE-Tool, mit dem Sie smart ins Systems Engineering einsteigen. Erfahren Sie hier <a href="/iquavis/">mehr über iQUAVIS</a>.</p>
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		<title>Wir sind Systems Engineer: Rebecca Heitmann über Systems Engineering im Sondermaschinenbau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja Feierabend]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2024 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir sind Systems Engineer]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Maschinenbau]]></category>
		<category><![CDATA[Two Pillars]]></category>
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					<description><![CDATA[Im heutigen &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220;-Interview sprechen wir mit Rebecca Heitmann von HARTING Applied Technologies GmbH (kurz: HARTING) über Systems Engineering im Sondermaschinenbau. HARTING hat vor einigen Jahren Systems Engineering und auch iQUAVIS eingeführt. Rebecca hat den gesamten Prozess mitgestaltet. Im Interview zeichnet sie ihren eigenen Werdegang zur Systemingenieurin nach, der mit der Einführung von Systems Engineering bei HARTING sehr eng verknüpft ist. Sonja FeierabendHallo Rebecca, vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Stell dich doch bitte am Anfang einmal kurz vor: Wer bist du und für wen arbeitest du? Rebecca HeitmannJa, sehr gerne. Mein Name ist Rebecca Heitmann. Ich bin Systems Engineer bei der Firma HARTING Applied Technologies. HARTING ist dem ein oder anderen vielleicht ein Begriff im Bereich der Steckverbinder im Elektroniksegment. Wir bei Applied Technologies konstruieren und entwickeln Montageanlagen für unsere eigene Produktion aber auch für externe Kunden aus unterschiedlichen Branchen. Ich bin seit etwa 10 Jahren in der Entwicklung bei HARTING. Zuvor habe ich in Osnabrück Maschinenbau studiert, und habe direkt danach hier in der Konstruktion angefangen. Sonja FeierabendDas heißt, Du bist nach deinem Maschinenbaustudium in Osnabrück direkt bei HARTING eingestiegen, und dann auch schon direkt als Systems Engineer? Rebecca HeitmannJa, aber Systems Engineer war ich damals noch nicht. Ich kannte diese ganze Thematik noch gar nicht. Damals habe ich noch klassisch konstruiert: Mechanische Konstruktion, CAD-Baugruppen, Entwicklung für unsere Projekte. Wir entwickeln sehr kundenspezifische Lösungen, das heißt, wir fangen bei jedem Projekt auf der grünen Wiese an: Der Kunde kommt mit einem Produkt zu uns und möchte dafür eine entsprechende Produktionsanlage haben.Und genau das ist ganz spannend, weil wir immer wieder neue Herausforderungen haben und ein sehr breites Spektrum abbilden.Von der klassischen Konstruktion aus habe ich mich in dann das Thema “Systems Engineering” eingearbeitet. Sonja Feierabend&#160;&#160;Gab es denn das Thema Systems Engineering schon bei HARTING, als du angefangen hast, oder hat sich das in den letzten 10 Jahren entwickelt, seit du da bist? Rebecca HeitmannAls ich angefangen habe, war das noch kein konkretes Thema, der Begriff „Systems Engineering“ kursierte nur immer mal wieder. Das Thema war Management-getrieben, aber auf operationaler Ebene ein Buzzword und für alle schwer greifbar. Damals schon haben wir uns iQUAVIS als Modellierungstool angeschaut. Es fehlte jedoch an Ansätzen, wie Systems Engineering operativ umgesetzt werden kann. Der Bedarf für eine Veränderung wurde in den darauf folgenden Jahren allerdings immer größer: Die Prozesse, die wir innerhalb dieser Produktionsanlagen umsetzen müssen, sind immer komplexer geworden, z.B. durch gestiegene Qualitätsanforderungen oder eine hohe geforderte Flexibilität. Darüber hinaus wurden und werden auch heute noch immer kürzere Lieferzeiten gefordert. Das bedeutet: Wir konnten es uns nicht mehr leisten in Silos zu arbeiten und in der Integration zu beginnen, Mechanik, Elektrik und Software aufeinander anzupassen – es bedurfte einer ganzheitlichen Betrachtung insbesondere in der Konzeptionierung. Dafür war eine neue Herangehensweise nötig und der Ruf nach Systems Engineering wurde immer lauter. Sonja Feierabend&#160;&#160; Wie habt ihr denn damals angefangen, Systems Engineering zu etablieren? Rebecca HeitmannWir haben uns initial mit dem Thema Systemverhalten im Kontext von Taktzeiten beschäftigt, indem wir die Abläufe der Aktoren &#38; Sensoren beschrieben haben. Allerdings zuerst gar nicht in grafischer Ablaufmodellierung, sondern auf Basis von Excelberechnungen. Das war damals der Anstoß, dass in der mechanischen Konstruktion das Systemverhalten überhaupt dokumentiert und nicht nur „über die Tonspur“ an die anderen Fachbereiche kommuniziert wurde. Wir haben dann aber auch schnell gemerkt: Mit Excel ist es schwer, zu beschreiben, was da eigentlich passiert. Das war dann der erste Meilenstein: 2016 haben wir begonnen, unser Systemverhalten modellbasiert zu beschreiben. Sonja Feierabend&#160;Wie ist es von da aus weitergegangen mit Systems Engineering oder wie kam es, dass du jetzt sagst: „Ich bin Systems Engineer“?Rebecca Heitmann&#160;&#160; Wir haben zwar damals begonnen, unsere Prozesse zu modellieren und damit die wichtige Perspektive des Systemverhaltens mehr in den Fokus gerückt, aber Systems Engineering bietet und erwartet natürlich noch viel mehr. 2019 ergab sich für mich die Möglichkeit, dass ich berufsbegleitend ein Master-Aufbaustudium im Bereich Systems Engineering machen konnte. Das gab mir die Gelegenheit, mich noch mehr insbesondere zum Thema Systemvalidierung in verschiedenen Lebenszyklusphasen zu vertiefen, und das fand ich sehr spannend. Darüber hinaus hatten wir die Chance in den Forschungsprojekten SE4OWL aus dem Spitzencluster it’s OWL und MoSys – beide im Kontext Systems Engineering – mitzuwirken. Da haben wir viel hinsichtlich der organisatorischen Veränderungen sowie Ansätze für ein ganzheitliches und anwendbares SE betrachtet. In Rahmen dieser Forschungsprojekte haben wir Two Pillars näher kennengelernt. Mit der Erkenntnis „modellbasiert funktioniert gut“ haben wir uns dann schrittweise immer mehr herangetraut, auch durch Ansätze aus den Forschungsprojekten. So haben wir für uns in kürzester Zeit eine eigene Methodik entwickelt – zusammen mit Two Pillars. Sonja Feierabend&#160; Kannst du da ein bisschen mehr drauf eingehen: Wie funktioniert Systems Engineering für euch bei HARTING Applied Technologies? Wie habt ihr das für euch angepasst, auch im Tool? Rebecca Heitmann Da muss ich etwas ausholen: Der Grund, warum Systems Engineering bei uns im Vorfeld sehr große Anlaufschwierigkeiten hatte, lag in der folgenden Erwartungshaltung: „Systems Engineering – da gibt es ja schon fertige Methoden, fertige Tools und fertige Sprachen. Wir nehmen das einfach aus der Schublade.“ Aber das hat in der Praxis einfach nicht funktioniert. Wir konnten unsere Herausforderungen dort nicht abbilden. Durch das Anpassen und Ausprobieren im Tool haben wir erkannt, welche Möglichkeiten iQUAVIS bietet, um unsere konkreten Anliegen abzubilden. Diese Erkenntnis war extrem wichtig, wir hatten langsam eine Vorstellung, wo unsere SE-Reise hingehen kann. Wir haben daraufhin unseren gesamten Entwicklungsprozess betrachtet und die ISO 15288, der Standard für SE-Prozesse, gegenübergestellt. Auf diese Weise haben wir Lücken identifiziert. So haben wir angesetzt und weiter analysiert: Was sind Aktivitäten, die bisher auch schon durchgeführt werden, nur eben noch nicht modellbasiert? Wie können wir diese Aktivitäten anders machen? Das war ein Punkt, bei dem wir mehr Akzeptanz erfahren haben, weil der Bezug zu uns hergestellt war. Das Thema wurde dadurch für alle Beteiligten greifbarer. So haben wir dann eigene Methoden entwickelt, auf unseren Entwicklungsprozess gelegt und auch in iQUAVIS angepasst, sodass wir ein aus meiner Sicht sehr anwenderfreundliches Vorgehen bereitgestellt haben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im heutigen &#8222;<a href="/category/erfolgsgeschichten/wir-sind-systems-engineer/">Wir sind Systems Engineer&#8220;</a>-Interview sprechen wir mit Rebecca Heitmann von HARTING Applied Technologies GmbH (kurz: HARTING) über Systems Engineering im Sondermaschinenbau. HARTING hat vor einigen Jahren Systems Engineering und auch iQUAVIS eingeführt. Rebecca hat den gesamten Prozess mitgestaltet. Im Interview zeichnet sie ihren eigenen Werdegang zur Systemingenieurin nach, der mit der Einführung von Systems Engineering bei HARTING sehr eng verknüpft ist.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Hallo Rebecca, vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Stell dich doch bitte am Anfang einmal kurz vor: Wer bist du und für wen arbeitest du?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong><br>Ja, sehr gerne. Mein Name ist Rebecca Heitmann. Ich bin Systems Engineer bei der Firma HARTING Applied Technologies. HARTING ist dem ein oder anderen vielleicht ein Begriff im Bereich der Steckverbinder im Elektroniksegment. Wir bei Applied Technologies konstruieren und entwickeln Montageanlagen für unsere eigene Produktion aber auch für externe Kunden aus unterschiedlichen Branchen.</p>



<p>Ich bin seit etwa 10 Jahren in der Entwicklung bei HARTING. Zuvor habe ich in Osnabrück <a href="/tag/maschinenbau/">Maschinenbau</a> studiert, und habe direkt danach hier in der Konstruktion angefangen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="566" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/12/Rebecca-Heitmann-HARTING-AT-02.jpg" alt="" class="wp-image-15576" style="width:350px" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/12/Rebecca-Heitmann-HARTING-AT-02.jpg 600w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/12/Rebecca-Heitmann-HARTING-AT-02-300x283.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rebecca Heitmann, HARTING AT, Quelle: Rebecca Heitmann</figcaption></figure>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Das heißt, Du bist nach deinem Maschinenbaustudium in Osnabrück direkt bei HARTING eingestiegen, und dann auch schon direkt als Systems Engineer?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong><br>Ja, aber Systems Engineer war ich damals noch nicht. Ich kannte diese ganze Thematik noch gar nicht. Damals habe ich noch klassisch konstruiert: Mechanische Konstruktion, CAD-Baugruppen, Entwicklung für unsere Projekte.</p>



<p>Wir entwickeln sehr kundenspezifische Lösungen, das heißt, wir fangen bei jedem Projekt auf der grünen Wiese an: Der Kunde kommt mit einem Produkt zu uns und möchte dafür eine entsprechende Produktionsanlage haben.<br>Und genau das ist ganz spannend, weil wir immer wieder neue Herausforderungen haben und ein sehr breites Spektrum abbilden.<br>Von der klassischen Konstruktion aus habe ich mich in dann das Thema “Systems Engineering” eingearbeitet.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong><br>Gab es denn das Thema Systems Engineering schon bei HARTING, als du angefangen hast, oder hat sich das in den letzten 10 Jahren entwickelt, seit du da bist?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong><br>Als ich angefangen habe, war das noch kein konkretes Thema, der Begriff „Systems Engineering“ kursierte nur immer mal wieder. Das Thema war Management-getrieben, aber auf operationaler Ebene ein Buzzword und für alle schwer greifbar. Damals schon haben wir uns iQUAVIS als Modellierungstool angeschaut. Es fehlte jedoch an Ansätzen, wie <a href="/systems-engineering/">Systems Engineering</a> operativ umgesetzt werden kann.</p>



<p>Der Bedarf für eine Veränderung wurde in den darauf folgenden Jahren allerdings immer größer: Die Prozesse, die wir innerhalb dieser Produktionsanlagen umsetzen müssen, sind immer komplexer geworden, z.B. durch gestiegene Qualitätsanforderungen oder eine hohe geforderte Flexibilität. Darüber hinaus wurden und werden auch heute noch immer kürzere Lieferzeiten gefordert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Das bedeutet: Wir konnten es uns nicht mehr leisten in Silos zu arbeiten und in der Integration zu beginnen, Mechanik, Elektrik und Software aufeinander anzupassen – es bedurfte einer ganzheitlichen Betrachtung insbesondere in der Konzeptionierung.</p>
</blockquote>



<p>Dafür war eine neue Herangehensweise nötig und der Ruf nach Systems Engineering wurde immer lauter.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Wie habt ihr denn damals angefangen, Systems Engineering zu etablieren?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong><br>Wir haben uns initial mit dem Thema Systemverhalten im Kontext von Taktzeiten beschäftigt, indem wir die Abläufe der Aktoren &amp; Sensoren beschrieben haben. Allerdings zuerst gar nicht in grafischer Ablaufmodellierung, sondern auf Basis von Excelberechnungen. Das war damals der Anstoß, dass in der mechanischen Konstruktion das Systemverhalten überhaupt dokumentiert und nicht nur „über die Tonspur“ an die anderen Fachbereiche kommuniziert wurde. Wir haben dann aber auch schnell gemerkt: Mit Excel ist es schwer, zu beschreiben, was da eigentlich passiert. Das war dann der erste Meilenstein: 2016 haben wir begonnen, unser Systemverhalten modellbasiert zu beschreiben.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong><br>Wie ist es von da aus weitergegangen mit Systems Engineering oder wie kam es, dass du jetzt sagst: „Ich bin Systems Engineer“?<strong><br>Rebecca Heitmann&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Wir haben zwar damals begonnen, unsere Prozesse zu modellieren und damit die wichtige Perspektive des Systemverhaltens mehr in den Fokus gerückt, aber Systems Engineering bietet und erwartet natürlich noch viel mehr.</p>



<p>2019 ergab sich für mich die Möglichkeit, dass ich berufsbegleitend ein Master-Aufbaustudium im Bereich Systems Engineering machen konnte. Das gab mir die Gelegenheit, mich noch mehr insbesondere zum Thema Systemvalidierung in verschiedenen Lebenszyklusphasen zu vertiefen, und das fand ich sehr spannend.</p>



<p>Darüber hinaus hatten wir die Chance in den Forschungsprojekten SE4OWL aus dem Spitzencluster it’s OWL und MoSys – beide im Kontext Systems Engineering – mitzuwirken. Da haben wir viel hinsichtlich der organisatorischen Veränderungen sowie Ansätze für ein ganzheitliches und anwendbares SE betrachtet.</p>



<p>In Rahmen dieser Forschungsprojekte haben wir Two Pillars näher kennengelernt.</p>



<p>Mit der Erkenntnis „modellbasiert funktioniert gut“ haben wir uns dann schrittweise immer mehr herangetraut, auch durch Ansätze aus den Forschungsprojekten. So haben wir für uns in kürzester Zeit eine eigene Methodik entwickelt – zusammen mit Two Pillars.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong></p>



<p>Kannst du da ein bisschen mehr drauf eingehen: Wie funktioniert Systems Engineering für euch bei HARTING Applied Technologies? Wie habt ihr das für euch angepasst, auch im Tool?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Da muss ich etwas ausholen: Der Grund, warum Systems Engineering bei uns im Vorfeld sehr große Anlaufschwierigkeiten hatte, lag in der folgenden Erwartungshaltung: „Systems Engineering – da gibt es ja schon fertige Methoden, fertige Tools und fertige Sprachen. Wir nehmen das einfach aus der Schublade.“ Aber das hat in der Praxis einfach nicht funktioniert. Wir konnten unsere Herausforderungen dort nicht abbilden. Durch das Anpassen und Ausprobieren im Tool haben wir erkannt, welche Möglichkeiten iQUAVIS bietet, um unsere konkreten Anliegen abzubilden. Diese Erkenntnis war extrem wichtig, wir hatten langsam eine Vorstellung, wo unsere SE-Reise hingehen kann.</p>
</blockquote>



<p>Wir haben daraufhin unseren gesamten Entwicklungsprozess betrachtet und die <a href="/systems-engineering-nach-normen-iso-iec-15288/">ISO 15288</a>, der Standard für SE-Prozesse, gegenübergestellt. Auf diese Weise haben wir Lücken identifiziert. So haben wir angesetzt und weiter analysiert: Was sind Aktivitäten, die bisher auch schon durchgeführt werden, nur eben noch nicht modellbasiert? Wie können wir diese Aktivitäten anders machen? Das war ein Punkt, bei dem wir mehr Akzeptanz erfahren haben, weil der Bezug zu uns hergestellt war. Das Thema wurde dadurch für alle Beteiligten greifbarer.</p>



<p>So haben wir dann eigene Methoden entwickelt, auf unseren Entwicklungsprozess gelegt und auch in iQUAVIS angepasst, sodass wir ein aus meiner Sicht sehr anwenderfreundliches Vorgehen bereitgestellt haben.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong><br>Wow, das klingt nach viel Arbeit! Auch in der Kommunikation, immer wieder für Bereitschaft und Akzeptanz zu werben innerhalb des Teams!</p>



<p>Wie sind nun nach gut 3 Jahren deine Erfahrungen mit iQUAVIS?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong><br>Wir möchten Systems Engineering im gesamten Maschinenbau bei HARTING leben, das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass wir gemeinsam kollaborieren und auch an einem Modell arbeiten. Wir brauchten daher ein Tool, welches Anwender aus verschiedenen Fachbereichen aber auch in ihren individuellen Bedarfen unterstützt.</p>



<p>Zunächst gab es die einzelnen Ansichten, aber eben keine Anleitung, wie man anfängt zu modellieren. Wir brauchten erst einmal einen Leitfaden für den Anwender.</p>



<p>Die einzelnen Themenbereiche, die wir modellieren wollten, haben wir uns über ein Jahr angeschaut und gefragt: Was für Aspekte können und wollen wir überhaupt modellbasiert darstellen?</p>



<p>Das Ganze haben wir dann in kleine Scheibchen geschnitten, einzelne Methoden entwickelt und diese direkt auch im Tool umgesetzt. Wir haben diese ganze Transformation in Form eines agilen Rhythmus aufgebaut, sodass wir in regelmäßigen Abständen alle Fachbereiche abgeholt haben. Wir haben an der Stelle viel kommuniziert. Wir haben die Kollegen auch alles testen lassen, und wir haben unsere Methodik selbst in Pilotprojekten sofort auf die Probe gestellt. Die realen Anwendungsfälle haben uns sehr geholfen, die Methoden weiterzuentwickeln.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong><br>Wo siehst du HARTING heute in diesem Prozess? Seid ihr jetzt schon so am Ende und das läuft einfach, oder kommt immer noch mal was Neues bei euch?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong><br>Also das grobe Framework haben wir auf jeden Fall abgesteckt. Die Methodik an sich steht. Jetzt müssen wir unsere Prozesse überarbeiten und tatsächlich dahin kommen, dass alles konsequent in den Projekten angewandt wird. Da gibt es einige Kollegen, die sehr offen sind.</p>



<p>Die Einführung von Systems Engineering ist allerdings ein großes Change-Projekt! Es gibt es immer einen Teil, der sich sehr darauf freut, der den Schmerz auch sehr spürt und bereit ist für diese Veränderung. Und dann gibt es einen Teil, den man erst ein bisschen überzeugen muss.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Wo setzt ihr denn heute Systems Engineering besonders ein?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong><br>Also grundsätzlich setzen wir Systems Engineering im gesamten Entwicklungsprozess ein, bereits in Angebotsphase. Ich hatte eingangs schon erwähnt, dass wir auf der grünen Wiese anfangen. Der Kunde kommt mit einem Produkt und mit einem entsprechenden Fertigungsprozess auf uns zu. Unsere Aufgabe ist, dafür eine entsprechende Anlage zu konzipieren und zu bauen. Deswegen müssen wir sehr früh die Aufgabe des Kunden verstehen. Das ist der Ansatz, den wir mit Systems Engineering verfolgen, um die Kundenanforderungen zu erfassen und daraus eine entsprechende Lösung abzuleiten: der „Problemspace“ steht bei uns sehr im Fokus.</p>



<p>Wir als Ingenieure sind naturgemäß sehr bestrebt, schnell zur Lösung zu kommen. Mit dieser Methodik haben wir uns die Freiheit in den Prozess gebracht, uns in Geduld zu üben und uns konsequent mit der Aufgabenstellung auseinanderzusetzen. Das macht nicht immer Spaß, ist aber notwendig. Die Zeit brauchen wir, damit wir systematisch analysieren und eine passende Lösung entwickeln zu können. Und das interdisziplinär und mit dem System im Mittelpunkt: die strukturelle Lösung in logischen Elementen, aber auch das Verhalten und die zugehörigen Anforderungen. Das bilden wir schon sehr früh in der Angebotsphase ab, weil da entsprechend wichtige Budgetentscheidungen getroffen werden.</p>



<p>Das Ganze wird nach Auftragserteilung weiter verfeinert und dient über den gesamten Produktentwicklungsprozess als Informationsbasis.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/12/Rebecca-Heitmann-HARTING-AT.jpg" alt="Systems Engineering im Sondermaschinenbau, Rebecca Heitmann, Systems Engineer
" class="wp-image-15582" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/12/Rebecca-Heitmann-HARTING-AT.jpg 800w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/12/Rebecca-Heitmann-HARTING-AT-300x169.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/12/Rebecca-Heitmann-HARTING-AT-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rebecca Heitmann, Systems Engineer bei HARTING AT, Quelle: Rebecca Heitmann</figcaption></figure>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Wenn du jetzt so von euren Projekten erzählst: Welchen Impact hat denn Systems Engineering im Sondermaschinenbau aus deiner Sicht auf Umsatz, Kosten und auch Zeitplanung in der Produktentwicklung?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong><br>Unsere Projekte dauern immer sehr lange und wir haben tatsächlich noch gar nicht so viele Projekte komplett abgeschlossen, dass man da ein Fazit ziehen kann. Aber der erste Eindruck ist auf jeden Fall: Je konsequenter wir Systems Engineering anwenden, desto besser sind auch die Projektergebnisse – weil man frühzeitig ganzheitlich denkt und mithilfe der Modelle alle Disziplinen „an einen Tisch bringt“.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ein Argument der Skeptiker ist häufig: Systems Engineering bedeutet Mehraufwand. Insbesondere in der Einführungsphase ist unsere Erfahrung allerdings, der empfundene Mehraufwand ist zu einem Teil begründet durch Unsicherheiten, die eine Veränderung naturgemäß mit sich bringt. Zum anderen ist der empfundene Mehraufwand tatsächlich nur eine Verlagerung der Projektaufwände, die mit der 10er-Regel der Fehlerkosten zumindest in der Theorie aber gut begründet werden können. An der Stelle gilt es den Anwendern den Nutzen für das gesamte Projekt klarzumachen. Das erfordert häufig einen großen Kulturwandel.</p>
</blockquote>



<p>Der tatsächliche Impact hinsichtlich QKT ist schwer messbar. Es kann in unserem Projektgeschäft über andere Indikatoren, wie die Kundenzufriedenheit und weniger Störungen durch Korrekturen sowie weiterer subjektiver Faktoren gezeigt werden.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Würdest du eigentlich sagen, Systems Engineer ist dein Traumjob und warum?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong><br>Ja, der Job macht mir schon sehr viel Spaß! Es ist wichtig, ein System immer als Ganzes zu sehen. Das ist nicht nur im technischen Kontext wichtig. Man kann das auch auf sein Privatleben ausweiten. Durch das Systemdenken, was ja ein wesentlicher Bestandteil vom Systems Engineering ist, habe ich gelernt, die Welt anders zu betrachten und mal verschiedene Perspektiven einzunehmen. Im beruflichen Umfeld freue ich mich über die Chance – aber auch Herausforderung – die Dinge strategisch mitzugestalten.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Das klingt sehr motivierend! Wie könnte die Zukunft für Systems Engineering aussehen?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong><br>Aktuell sehe ich überall einen großen Wandel. Das Thema Digitalisierung ist sehr präsent – meistens in dem Rahmen, dass IT-Landschaften harmonisiert werden sollen, indem man einzelne Autorensysteme in ein Gesamtkonstrukt bringt, sodass Daten automatisch transferiert werden können. Da ist Systems Engineering der Backbone, also ein wichtiger Teil des Produktlebenszyklus. Durch die Modelle hat man die Möglichkeit, das System digital zu beschreiben und als Basis zu nutzen, um in alle anderen Gewerke reinzugehen. Ich bin überzeugt, dass Systems Engineering zukünftig ein wesentlicher Anteil im Engineering sein wird. Und das ist erst der Anfang: Hat man diese Grundlagen umgesetzt, kann man in Richtung „Digitaler Zwilling“ weiterdenken. Auch da sind ähnliche Strukturen abgebildet, so dass die Themen voneinander profitieren können.</p>



<p>Ich glaube, von einem klassischen, dokumentenzentrierten Systems Engineering werden jetzt alle zum modellbasierten Systems Engineering übergehen – weil es einfach viel aussagekräftiger ist und die Technik es ermöglicht.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong><br>Siehst du da noch viel Arbeit, wenn du dir die Unternehmenslandschaft insgesamt mal so anschaust? Ihr seid ja schon sehr weit vorne bei HARTING Applied Technologies.</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong></p>



<p>Eine Organisation ist ja stehts im Wandel – oder sollte es sein. Ich denke, man wird damit nie fertig. Es ist wichtig, die Trends zu verfolgen und mutig zu sein. Wir bei HARTING Applied Technologies sind da aus meiner Sicht auf einem guten Weg und was das Thema Systems Engineering angeht, eventuell auch ein Schritt weiter als andere Unternehmen. Aber auch Systems Engineering wird sich immer weiterentwickeln und auch wir müssen am Ball bleiben.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Vielen Dank für den Einblick, das sind sehr deutliche Worte!</p>



<p>Darf ich dich abschließend noch kurz zu deinen Erfahrungen mit iQUAVIS befragen? Wie setzt ihr bei HARTING Applied Technologies das Werkzeug iQUAVIS ein und wie sind deine Erfahrungen mit iQUAVIS?</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong><br>Wir haben iQUAVIS komplett über den gesamten Sondermaschinenbau ausgerollt. Es gibt unterschiedliche Lizenzmodelle und unterschiedliche Benutzergruppen, die teilweise nur Leserechte haben. In die Projekte reingucken können alle. Wir haben das Tool nach und nach ausgerollt: Wir haben langsam angefangen, zunächst die ersten Phasen im Projekt betrachtet und dort die Hilfsmittel entwickelt. Dann kam die Forderung aus den nachfolgenden Phasen: „Wir brauchen jetzt auch die Hilfsmittel, um mit diesen Daten weiterzuarbeiten.“<br>So ist das stetig gewachsen. Die Methoden, die wir betrachtet haben, sind in erster Linie dafür da, die Aufgabenstellung zu verstehen und das ganze System zu spezifizieren &#8211; eigentlich ein elementarer Teil des Ingenieurwesens, der ohne Systems Engineering aber zu stark vernachlässigt wird: „Das Problem verstehen.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>iQUAVIS passt dabei gut zu uns, da das Tool nicht so sehr eine formelle Sprache fokussiert, sondern durch informale Elemente die Kollaboration fördert und schnell zu erlernen ist. Das Tool ist einfach anzupassen – auch ohne größere Programmierkenntnisse. Das macht es sehr einfach, unsere Bedarfe ins Tool zu bringen. Und auch der Support von Two Pillars bei Fragen zum Tool oder Methodenkonzepte hat uns sehr geholfen, dahinzukommen, wo wir heute stehen. Herzlichen Dank nochmal dafür.</p>
</blockquote>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Ich bedanke mich sehr für das schöne Gespräch!</p>



<p><strong>Rebecca Heitmann</strong></p>



<p>Sehr gerne. Es hat mich sehr gefreut.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-ast-global-color-6-background-color has-background">Die <a href="https://www.harting.com/DE/de" target="_blank" rel="noopener">HARTING Technologiegruppe</a> ein international führender Anbieter von industrieller Verbindungstechnik für die drei Lebensadern Data, Signal und Power mit 15 Produktionsstätten und 44 Vertriebsgesellschaften weltweit. <a href="https://www.linkedin.com/in/750067258/" target="_blank" rel="noopener">Rebecca Heitmann</a> arbeitet als Systems Engineer bei HARTING Applied Technologies.</p>



<p></p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h3 class="wp-block-heading">Interview-Reihe &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220;</h3>


<ul class="wp-block-latest-posts__list is-grid columns-2 wp-block-latest-posts"><li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Wir sind Systems Engineer Philip Porten BAUER Offshore Technologies" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/systems-engineering-in-offshore-projekten-bauer-porten/">Wir sind Systems Engineer: Philip Porten von BAUER Offshore Technologies</a></li>
<li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Interview Rebecca Heitmann HARTING AT Wir sind Systems Engineer" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/heitmann-systems-engineering-im-sondermaschinenbau/">Wir sind Systems Engineer: Rebecca Heitmann über Systems Engineering im Sondermaschinenbau</a></li>
<li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/blog-weihnachtsmann-systems-engineer-01-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="weihnachtsmann systems engineer" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/blog-weihnachtsmann-systems-engineer-01-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/blog-weihnachtsmann-systems-engineer-01.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/weihnachtsmann-systems-engineer/">Wir sind Systems Engineer &#8211; Interview mit dem Weihnachtsmann</a></li>
<li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Blog-Titel-Luca-Weik-Wir-sind-systems-engineer-palfinger-01-1-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Luca Weik Palfinger AG Wir sind Systems Engineer" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Blog-Titel-Luca-Weik-Wir-sind-systems-engineer-palfinger-01-1-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Blog-Titel-Luca-Weik-Wir-sind-systems-engineer-palfinger-01-1.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/wir-sind-systems-engineer-luca-weik-palfinger/">Wir sind Systems Engineer: Luca Weik von der Palfinger AG</a></li>
</ul></div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-ast-global-color-5-color has-ast-global-color-0-background-color has-text-color has-background">Mehr über unser Systems-Engineering-Tool iQUAVIS <a href="/iquavis/">erfahren Sie hier</a>.</p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/08/sonja-web-750px.jpg" width="100"  height="100" alt="Sonja Feierabend" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.two-pillars.de/author/sonja-feierabend/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Sonja Feierabend</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Sonja Feierabend ist Online Marketing Managerin bei der Two Pillars GmbH. Sie hat Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft studiert und bloggt seit der Erfindung des Internets. Sie betreut die Website und Social Media sowie weitere Marketing-Themen, PR und Projekte.</p>
</div></div><div class="saboxplugin-web "><a href="https://www.two-pillars.de" target="_self">www.two-pillars.de</a></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Linkedin" target="_blank" href="https://www.linkedin.com/in/sonja-feierabend-36597a146/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-linkedin" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M100.3 480H7.4V180.9h92.9V480zM53.8 140.1C24.1 140.1 0 115.5 0 85.8 0 56.1 24.1 32 53.8 32c29.7 0 53.8 24.1 53.8 53.8 0 29.7-24.1 54.3-53.8 54.3zM448 480h-92.7V334.4c0-34.7-.7-79.2-48.3-79.2-48.3 0-55.7 37.7-55.7 76.7V480h-92.8V180.9h89.1v40.8h1.3c12.4-23.5 42.7-48.3 87.9-48.3 94 0 111.3 61.9 111.3 142.3V480z"></path></svg></span></a><a title="Youtube" target="_blank" href="https://www.youtube.com/channel/UCFK0d1Oo1BeHgdNSw4aaXAA" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-youtube" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 576 512"><path fill="currentColor" d="M549.655 124.083c-6.281-23.65-24.787-42.276-48.284-48.597C458.781 64 288 64 288 64S117.22 64 74.629 75.486c-23.497 6.322-42.003 24.947-48.284 48.597-11.412 42.867-11.412 132.305-11.412 132.305s0 89.438 11.412 132.305c6.281 23.65 24.787 41.5 48.284 47.821C117.22 448 288 448 288 448s170.78 0 213.371-11.486c23.497-6.321 42.003-24.171 48.284-47.821 11.412-42.867 11.412-132.305 11.412-132.305s0-89.438-11.412-132.305zm-317.51 213.508V175.185l142.739 81.205-142.739 81.201z"></path></svg></span></a><a title="User email" target="_self" href="mailto:&#115;&#111;nja.&#102;&#101;&#105;&#101;&#114;&#097;&#098;e&#110;&#100;&#064;&#116;&#119;o-pill&#097;rs.&#100;&#101;" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-user_email" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><path fill="currentColor" d="M502.3 190.8c3.9-3.1 9.7-.2 9.7 4.7V400c0 26.5-21.5 48-48 48H48c-26.5 0-48-21.5-48-48V195.6c0-5 5.7-7.8 9.7-4.7 22.4 17.4 52.1 39.5 154.1 113.6 21.1 15.4 56.7 47.8 92.2 47.6 35.7.3 72-32.8 92.3-47.6 102-74.1 131.6-96.3 154-113.7zM256 320c23.2.4 56.6-29.2 73.4-41.4 132.7-96.3 142.8-104.7 173.4-128.7 5.8-4.5 9.2-11.5 9.2-18.9v-19c0-26.5-21.5-48-48-48H48C21.5 64 0 85.5 0 112v19c0 7.4 3.4 14.3 9.2 18.9 30.6 23.9 40.7 32.4 173.4 128.7 16.8 12.2 50.2 41.8 73.4 41.4z"></path></svg></span></a></div></div></div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wir sind Systems Engineer &#8211; Interview mit dem Weihnachtsmann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja Feierabend]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2023 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir sind Systems Engineer]]></category>
		<category><![CDATA[Two Pillars Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Two Pillars]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserer Interview-Reihe &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220; interviewen wir Systemingenieure über ihren Weg zum Systems Engineering. Das heutige Interview führten wir mit dem Weihnachtsmann, der erst vor Kurzem seine Geschenkeentwicklung und -produktion modellbasiert auf Systems Engineering umgestellt hat. Sonja Feierabend&#160; Lieber Weihnachtsmann, ich glaube, du musst dich nicht vorstellen. Die meisten werden dich kennen, aber was viele nicht wissen: So eine Geschenkeproduktion funktioniert nur mit Systems Engineering und du nennst dich jetzt auch Systemingenieur. Wie kam es dazu?&#160; Weihnachtsmann Naja, ich bin ja schon sehr lange im Geschäft. Und wenn ich eins sagen kann, dann, dass die Wünsche immer komplexer, größer und umfangreicher werden. Früher kam dann mal ein Brief mit einer langen Geschichte darüber, wie brav man gewesen ist, und dann kam ein bescheidener Wunsch nach einem Holzpferdchen. Da war die Farbe egal! Es musste nur schaukeln können.&#160; Heute flattern hier im Sekundentakt die Wünsche ein und viele Kinder ändern ihre Wünsche auch nochmal kurz vor der Auslieferung. Da ist es bei so vielen Millionen Kindern doch schon unübersichtlich.&#160;&#160; So ein Pferdchen muss sich heute bewegen, wiehern, singen und blinken und am besten komplett kompostierbar sein und darf – das wünschen sich meist die Eltern – keine nervigen Melodien abspielen. Und unkaputtbar sein!&#160; Die Kinder haben heutzutage sehr genaue Vorstellungen davon, was sie wollen. Die schreiben mittlerweile seitenlange Anforderungen, die meine Elfen dann in der Vergangenheit fleißig in Pflichtenhefte getippt haben. Die wurden dann ausgedruckt und in die Entwicklung übergeben, aber dann fiel den Kindern noch was ein und dann kamen Änderungen und… (seufzt)&#160; Also schön war das nicht!&#160; Sonja Feierabend&#160; Das heißt, ihr habt immer dokumentenbasiert die Kinderwünsche aufgenommen und seid dann in die Entwicklung und Produktion gegangen?&#160; Weihnachtsmann Jaja, so war das! War auch immer schön, aber dann war mal einer der Elfen krank, der schon jahrelang dabei war. Der hatte die ganze Entwicklung im Blick, und dann ist hier alles zusammengebrochen, weil er das ganze Wissen in seinem Kopf hatte und keiner Zugriff darauf.&#160; Sonja Feierabend&#160; Das war dann der Moment…&#160; Weihnachtsmann … wo wir gesagt haben: Das machen wir jetzt anders!&#160;&#160; Ich hatte schonmal von diesem neuartigen Systems Engineering gehört. Und dann hab ich den Christian Tschirner mal zufällig getroffen. Da bin ich dann auf iQUAVIS gestoßen und habe mich ganz intensiv mit der Systems Engineering Methode beschäftigt.&#160;&#160; Das war dann natürlich eine Herausforderung, die gesamte Weihnachtsgeschenkeproduktion umzustellen! Aber die Elfen waren kurz vor einem dauerhaften Streik und haben die Idee echt dankbar aufgegriffen. Die sind echt ganz lieb, aber das Chaos von vor zwei Jahren wollen wir nicht mehr haben!&#160;&#160; Also haben wir gesagt: Ganz oder gar nicht! In diesem Jahr rollen wir alle Geschenkeprojekte weltweit mit Systems Engineering aus. &#160; Sonja Feierabend&#160; Da bist du ja sehr motiviert!&#160; Weihnachtsmann&#160; Bisher läuft es sehr gut. Ich habe dank der Tabellen und Umfelddiagramme alles immer im Blick. Es ist tatsächlich das erste Jahr, wo ich mal Zeit für ein Interview habe (lacht).&#160; Die Elfen sind ganz motiviert mit dem Programm. Ja, so ein paar ältere haben sich erst geziert, aber jetzt daddeln die auch schon ganz selbstverständlich mit dem Programm rum.&#160;&#160; Ich muss wirklich sagen: Es läuft so gut, dass wir eventuell schon im nächsten Jahr zusätzlich in das Geburtstagsgeschenkegeschäft einsteigen könnten. Wir wollen eventuell auch mit dem Osterhasen kooperieren. Wir haben uns da jetzt zusammengeschlossen.&#160; Sonja Feierabend&#160; Das klingt ja großartig. Da wünsche ich viel Erfolg! Vielen Dank für das Interview!&#160; Das gesamte Two-Pillars-Team wünscht Ihnen und Ihren Familien eine schöne Vorweihnachtszeit und besinnliche Feiertage! Sonja Feierabend Sonja Feierabend ist Online Marketing Managerin bei der Two Pillars GmbH. Sie hat Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft studiert und bloggt seit der Erfindung des Internets. Sie betreut die Website und Social Media sowie weitere Marketing-Themen, PR und Projekte. www.two-pillars.de]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In unserer Interview-Reihe &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220; interviewen wir Systemingenieure über ihren Weg zum Systems Engineering. Das heutige Interview führten wir mit dem Weihnachtsmann, der erst vor Kurzem seine Geschenkeentwicklung und -produktion modellbasiert auf Systems Engineering umgestellt hat.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong></p>



<p>Lieber Weihnachtsmann, ich glaube, du musst dich nicht vorstellen. Die meisten werden dich kennen, aber was viele nicht wissen: So eine Geschenkeproduktion funktioniert nur mit Systems Engineering und du nennst dich jetzt auch Systemingenieur. Wie kam es dazu?&nbsp;</p>



<p><strong>Weihnachtsmann</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="450" height="600" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/weihnachtsmann-systems-engineer-02.jpg" alt="Weihnachtsmann System Engineer
" class="wp-image-15382" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/weihnachtsmann-systems-engineer-02.jpg 450w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/weihnachtsmann-systems-engineer-02-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Weihnachtsmann hat nun auf Systems Engineering umgestellt.</figcaption></figure>



<p>Naja, ich bin ja schon sehr lange im Geschäft. Und wenn ich eins sagen kann, dann, dass die Wünsche immer komplexer, größer und umfangreicher werden. Früher kam dann mal ein Brief mit einer langen Geschichte darüber, wie brav man gewesen ist, und dann kam ein bescheidener Wunsch nach einem Holzpferdchen. Da war die Farbe egal! Es musste nur schaukeln können.&nbsp;</p>



<p>Heute flattern hier im Sekundentakt die Wünsche ein und viele Kinder ändern ihre Wünsche auch nochmal kurz vor der Auslieferung. Da ist es bei so vielen Millionen Kindern doch schon unübersichtlich.&nbsp;&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>So ein Pferdchen muss sich heute bewegen, wiehern, singen und blinken und am besten komplett kompostierbar sein und darf – das wünschen sich meist die Eltern – keine nervigen Melodien abspielen. Und unkaputtbar sein!&nbsp;</p>
</blockquote>



<p>Die Kinder haben heutzutage sehr genaue Vorstellungen davon, was sie wollen. Die schreiben mittlerweile seitenlange Anforderungen, die meine Elfen dann in der Vergangenheit fleißig in Pflichtenhefte getippt haben. Die wurden dann ausgedruckt und in die Entwicklung übergeben, aber dann fiel den Kindern noch was ein und dann kamen Änderungen und… <em>(seufzt)&nbsp;</em></p>



<p>Also schön war das nicht!&nbsp;</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong></p>



<p>Das heißt, ihr habt immer dokumentenbasiert die Kinderwünsche aufgenommen und seid dann in die Entwicklung und Produktion gegangen?&nbsp;</p>



<p><strong>Weihnachtsmann</strong></p>



<p>Jaja, so war das! War auch immer schön, aber dann war mal einer der Elfen krank, der schon jahrelang dabei war. Der hatte die ganze Entwicklung im Blick, und dann ist hier alles zusammengebrochen, weil er das ganze Wissen in seinem Kopf hatte und keiner Zugriff darauf.&nbsp;</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong></p>



<p>Das war dann der Moment…&nbsp;</p>



<p><strong>Weihnachtsmann</strong></p>



<p>… wo wir gesagt haben: Das machen wir jetzt anders!&nbsp;&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Weihnachtsmann-Systems-Engineering.jpg" alt="Weihnachtsbaum mit Geschenken" class="wp-image-15272" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Weihnachtsmann-Systems-Engineering.jpg 600w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Weihnachtsmann-Systems-Engineering-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild: Canva.com</figcaption></figure>



<p>Ich hatte schonmal von diesem neuartigen <a href="/systems-engineering/">Systems Engineering</a> gehört. Und dann hab ich den Christian Tschirner mal zufällig getroffen. Da bin ich dann auf <a href="/iquavis/">iQUAVIS</a> gestoßen und habe mich ganz intensiv mit der Systems Engineering Methode beschäftigt.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Das war dann natürlich eine Herausforderung, die gesamte Weihnachtsgeschenkeproduktion umzustellen! Aber die Elfen waren kurz vor einem dauerhaften Streik und haben die Idee echt dankbar aufgegriffen. Die sind echt ganz lieb, aber das Chaos von vor zwei Jahren wollen wir nicht mehr haben!&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Also haben wir gesagt: Ganz oder gar nicht! In diesem Jahr rollen wir alle Geschenkeprojekte weltweit mit Systems Engineering aus. &nbsp;</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong></p>



<p>Da bist du ja sehr motiviert!&nbsp;</p>



<p><strong>Weihnachtsmann&nbsp;</strong></p>



<p>Bisher läuft es sehr gut. Ich habe dank der Tabellen und Umfelddiagramme alles immer im Blick. Es ist tatsächlich das erste Jahr, wo ich mal Zeit für ein Interview habe <em>(lacht)</em>.&nbsp;</p>



<p>Die Elfen sind ganz motiviert mit dem Programm. Ja, so ein paar ältere haben sich erst geziert, aber jetzt daddeln die auch schon ganz selbstverständlich mit dem Programm rum.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Ich muss wirklich sagen: Es läuft so gut, dass wir eventuell schon im nächsten Jahr zusätzlich in das Geburtstagsgeschenkegeschäft einsteigen könnten. Wir wollen eventuell auch mit dem Osterhasen kooperieren. Wir haben uns da jetzt zusammengeschlossen.&nbsp;</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong></p>



<p>Das klingt ja großartig. Da wünsche ich viel Erfolg! Vielen Dank für das Interview!&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-ast-global-color-7-background-color has-background">Das gesamte Two-Pillars-Team wünscht Ihnen und Ihren Familien eine schöne Vorweihnachtszeit und besinnliche Feiertage!</p>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h3 class="wp-block-heading">Interview-Reihe &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220;</h3>


<ul class="wp-block-latest-posts__list is-grid columns-2 wp-block-latest-posts"><li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Wir sind Systems Engineer Philip Porten BAUER Offshore Technologies" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/systems-engineering-in-offshore-projekten-bauer-porten/">Wir sind Systems Engineer: Philip Porten von BAUER Offshore Technologies</a></li>
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<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/08/sonja-web-750px.jpg" width="100"  height="100" alt="Sonja Feierabend" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.two-pillars.de/author/sonja-feierabend/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Sonja Feierabend</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Sonja Feierabend ist Online Marketing Managerin bei der Two Pillars GmbH. Sie hat Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft studiert und bloggt seit der Erfindung des Internets. Sie betreut die Website und Social Media sowie weitere Marketing-Themen, PR und Projekte.</p>
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		<title>Wir sind Systems Engineer: Luca Weik von der Palfinger AG</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja Feierabend]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Nov 2023 09:47:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir sind Systems Engineer]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Maschinenbau]]></category>
		<category><![CDATA[Produktentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserer Interviewserie &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220; stellen wir System Engineers und ihre Lebensläufe vor: Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Einige sind aus der Forschung, andere arbeiten in Unternehmen, aber sie alle eint, dass sie ihren ganz individuellen Weg zur Methode des Systems Engineering gefunden haben. Im heutigen Interview sprechen wir mit Luca Weik, Senior Specialist Systems Engineering bei der Palfinger AG. Sonja FeierabendHallo Luca, schön, dass du Zeit für das Interview gefunden hast! Stell dich doch mal kurz vor: Wer bist du und für wen arbeitest du aktuell? Luca Weik Hi Sonja, ich bin Luca Weik, 25 Jahre alt, und komme ursprünglich aus Stuttgart. Seit 3 Jahren arbeite ich für die Palfinger AG in Köstendorf in Österreich, in einer schönen, ländlichen Gegend in der Nähe von Salzburg. Ich gehöre zu einer Abteilung für Systems Engineering und beschäftige mich mit allem, was mit Entwicklungsprozessen, Methoden und Tools zu tun hat. Sonja Feierabend Da sind wir schon gleich mitten im Thema! Mich interessiert aber dennoch erst einmal, wie du zu Palfinger gekommen bist – vor allem noch so jung! Kannst du mal kurz deinen Werdegang skizzieren? Luca WeikJa gerne! Tja, wie konnte das passieren, dass ich jetzt schon so lange arbeiten muss? (lacht) Ich habe direkt nach dem Abitur angefangen zu studieren, damals an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, und habe ein duales Studium bei Kärcher gemacht. Das duale Studium war extrem cool: Wir hatten im Endeffekt immer 3 Monate Praxis und 3 Monate Theorie. Das hat mir sehr gut so gefallen! Dadurch konnte ich neben dem normalen theoretischen Maschinenbau Studium quasi im 3 Monate Rhythmus verschiedenste Abteilungen in der Praxis kennenlernen. Angefangen haben wir damals tatsächlich in der Lehrwerkstatt zusammen mit den Industriemechanikern: drehen, sägen, feilen – also wirklich mal Sachen in die Hand nehmen. Mein Schwerpunkt im Studium war damals Konstruktion und Entwicklung und bei Kärcher durften wir dann in der Praxis die verschiedensten Abteilungen durchlaufen. Ich habe in dieser Zeit alles mal gesehen: Fertigungsplanung, Qualitätsmanagement, Konstruktion, Produktmanagement… Während des Studiums bleibt dafür nicht so viel Zeit. Es war sehr gut, die Firma zu erleben und zu sehen, wie sie funktioniert: Dadurch habe ich die Abläufe extrem gut kennengelernt und hatte einen guten Einblick in alles, was man als Ingenieur so tun könnte. Sonja Feierabend&#160;&#160;Das klingt nach einem intensiven Einstieg! Und dann bist du von Kärcher zu Palfinger gewechselt? Luca WeikDas hat tatsächlich noch ein bisschen auf sich warten lassen. Wir hatten damals einige Abteilungen, in die wir übernommen worden wären. Ich habe mich dann aber entgegen den zur Auswahl stehenden Abteilungen bei Kärcher initiativ auf eine Bachelorarbeit in einem ganz anderen Bereich beworben: Es gab da eine Abteilung, die sich um CAD/ CAx Tools und Entwicklungsprozesse, Methoden und Tools allgemein gekümmert hat, damals noch mit sehr starkem Fokus auf 3D-Modellierung, aber auch erste Arbeiten zu Systems Engineering. Das fand ich super interessant, und ich wollte unbedingt diese Abteilung kennenlernen. So hat es bei mir mit Systems Engineering angefangen: Wie kann man MBSE bei einer Firma wie Kärcher einführen? Das war für mich dann auch ein komplett neues Thema: Wer macht was? Welche Abteilung hat den Hut auf? Wie kann man das toolmäßig aufsetzen? Das war super spannend! Im Anschluss an meinen Bachelor war ich dann noch zwei Jahre bei Kärcher und habe dort das Thema MBSE weitergetrieben, in einigen Projekten mit einigen Piloten. Wir haben schöne Sachen modelliert. Aber dann hat es mich in die Berge verschlagen! Sonja FeierabendUnd dann hast du bei der Palfinger AG angefangen. Kannst du nochmal kurz sagen, was Palfinger eigentlich so macht? Luca WeikGern! Also Palfinger macht grundsätzlich Hebelösungen jeglicher Art, also z.B. Kräne für die Baubranche, die auf LKWs montiert sind. Die sieht man auf den Autobahnen fahren, aber zum Beispiel auch unsere Ladebordwände, die an den LKWs hinten dran sind. Wir haben Marinelösungen bis hin zu Rettungsbooten, die aus den Schiffen abgeworfen werden – eigentlich alles, was mit dem Heben von Lasten jeglicher Art zu tun hat. Wir sind also sehr diversifiziert aufgestellt. Sonja Feierabend&#160;&#160; Und was ist genau deine Aufgabe bei Palfinger? Wie hast du dort als Systems Engineer angefangen? Luca WeikJa, das ist über die letzten drei Jahre ein bisschen gewachsen. Als ich 2020 bei Palfinger angefangen habe, war unsere Organisation sehr im Umbruch. Wir haben viel globalisiert und zentralisiert. Zeitgleich kam die Einführung einer Matrixorganisation, in der ich verankert bin. Ich war in meinen ersten zwei Jahren intern der Ansprechpartner für Systems Engineering im Allgemeinen, also für jegliche Aspekte: Von Requirements Engineering über Systemmodellierung bis hin zu Testmanagement und FMEA. Es gab mal Diskussionen, ob die Systemsimulation eigentlich auch in meiner Verantwortung liegt, also war ich ein bisschen „Mädchen für alles“. Das lag aber auch daran, dass wir natürlich stark im Personalaufbau waren, um die vielen Bereiche, die vielen Aspekte, irgendwie abdecken zu können. Mittlerweile ist unser Team deutlich gewachsen. Momentan liegt mein Fokus klar auf Architekturmodellierung und Requirements Management. Sonja Feierabend&#160;&#160;Das heißt, du hast mit deiner Erfahrung das Systems Engineering bei Palfinger richtig vorangetrieben? Luca WeikJa, tatsächlich. Wir haben bei Palfinger allerdings das Glück, dass das Management uns sehr viel Rückenhalt für das Thema Systems Engineering bietet. Es wurde gesehen, dass in dem Gebiet große Potenziale liegen. Es war vom Management klar gewünscht, das weiter zu pushen und deswegen wurde sehr früh eine Vollzeitstelle dafür freigemacht; Fokus: Systems Engineering Methoden bei Palfinger einführen und betreuen. Das klang für mich super interessant. Ich habe ja ähnliches eigentlich schon bei Kärcher gemacht und ich muss auch sagen, ich wollte persönlich immer in die Berge, deswegen hat es mich zu Palfinger verschlagen, um dort im Endeffekt das Ganze nochmal zu machen. Sonja Feierabend&#160;Das klingt wirklich sehr spannend! Bist du da in einer ganzen Abteilung in einem Team oder wie seid ihr heute aufgestellt? Luca WeikAls ich angefangen habe, waren wir in unserer Stabstelle nur 6 Leute im Team, quasi ein Einzelkämpfer in jedem Bereich: Einer für den Entwicklungsprozess, einer für das Projektmanagement Office, einer für Masterdata-Management, einer für Systems Engineering, etc&#8230; Wir hatten viele Freiheiten zu gestalten, wie sich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In unserer <a href="/category/wir-sind-systems-engineer/">Interviewserie &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220;</a> stellen wir System Engineers und ihre Lebensläufe vor: Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Einige sind aus der Forschung, andere arbeiten in Unternehmen, aber sie alle eint, dass sie ihren ganz individuellen Weg zur Methode des Systems Engineering gefunden haben. Im heutigen Interview sprechen wir mit Luca Weik, Senior Specialist Systems Engineering bei der Palfinger AG. </p>



<div style="height:22px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Hallo Luca, schön, dass du Zeit für das Interview gefunden hast! Stell dich doch mal kurz vor: Wer bist du und für wen arbeitest du aktuell?</p>



<p><strong><br>Luca Weik</strong></p>



<p>Hi Sonja, ich bin Luca Weik, 25 Jahre alt, und komme ursprünglich aus Stuttgart. Seit 3 Jahren arbeite ich für die Palfinger AG in Köstendorf in Österreich, in einer schönen, ländlichen Gegend in der Nähe von Salzburg. Ich gehöre zu einer Abteilung für Systems Engineering und beschäftige mich mit allem, was mit Entwicklungsprozessen, Methoden und Tools zu tun hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="449" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-blog-02.jpg" alt="Luca Weik Palfinger AG im Interview &quot;Wir sind Systems Engineer&quot;" class="wp-image-15225" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-blog-02.jpg 600w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-blog-02-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Luca Weik, Senior Specialist Systems Engineering, Palfinger AG</figcaption></figure>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong></p>



<p>Da sind wir schon gleich mitten im Thema! Mich interessiert aber dennoch erst einmal, wie du zu Palfinger gekommen bist – vor allem noch so jung! Kannst du mal kurz deinen Werdegang skizzieren?</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Ja gerne! Tja, wie konnte das passieren, dass ich jetzt schon so lange arbeiten muss? <em>(lacht) </em>Ich habe direkt nach dem Abitur angefangen zu studieren, damals an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, und habe ein duales Studium bei Kärcher gemacht.</p>



<p>Das duale Studium war extrem cool: Wir hatten im Endeffekt immer 3 Monate Praxis und 3 Monate Theorie. Das hat mir sehr gut so gefallen! Dadurch konnte ich neben dem normalen theoretischen <a href="/tag/maschinenbau/">Maschinenbau</a> Studium quasi im 3 Monate Rhythmus verschiedenste Abteilungen in der Praxis kennenlernen. Angefangen haben wir damals tatsächlich in der Lehrwerkstatt zusammen mit den Industriemechanikern: drehen, sägen, feilen – also wirklich mal Sachen in die Hand nehmen.</p>



<p>Mein Schwerpunkt im Studium war damals Konstruktion und Entwicklung und bei Kärcher durften wir dann in der Praxis die verschiedensten Abteilungen durchlaufen. Ich habe in dieser Zeit alles mal gesehen: Fertigungsplanung, Qualitätsmanagement, Konstruktion, Produktmanagement… Während des Studiums bleibt dafür nicht so viel Zeit. Es war sehr gut, die Firma zu erleben und zu sehen, wie sie funktioniert: Dadurch habe ich die Abläufe extrem gut kennengelernt und hatte einen guten Einblick in alles, was man als Ingenieur so tun könnte.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong><br>Das klingt nach einem intensiven Einstieg! Und dann bist du von Kärcher zu Palfinger gewechselt?</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Das hat tatsächlich noch ein bisschen auf sich warten lassen. Wir hatten damals einige Abteilungen, in die wir übernommen worden wären. Ich habe mich dann aber entgegen den zur Auswahl stehenden Abteilungen bei Kärcher initiativ auf eine Bachelorarbeit in einem ganz anderen Bereich beworben: Es gab da eine Abteilung, die sich um CAD/ CAx Tools und Entwicklungsprozesse, Methoden und Tools allgemein gekümmert hat, damals noch mit sehr starkem Fokus auf 3D-Modellierung, aber auch erste Arbeiten zu Systems Engineering. Das fand ich super interessant, und ich wollte unbedingt diese Abteilung kennenlernen.</p>



<p>So hat es bei mir mit <a href="/systems-engineering/">Systems Engineering</a> angefangen: Wie kann man MBSE bei einer Firma wie Kärcher einführen? Das war für mich dann auch ein komplett neues Thema: Wer macht was? Welche Abteilung hat den Hut auf? Wie kann man das toolmäßig aufsetzen? Das war super spannend!</p>



<p>Im Anschluss an meinen Bachelor war ich dann noch zwei Jahre bei Kärcher und habe dort das Thema MBSE weitergetrieben, in einigen Projekten mit einigen Piloten. Wir haben schöne Sachen modelliert. Aber dann hat es mich in die Berge verschlagen!</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Und dann hast du bei der Palfinger AG angefangen. Kannst du nochmal kurz sagen, was Palfinger eigentlich so macht?</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Gern! Also Palfinger macht grundsätzlich Hebelösungen jeglicher Art, also z.B. Kräne für die Baubranche, die auf LKWs montiert sind. Die sieht man auf den Autobahnen fahren, aber zum Beispiel auch unsere Ladebordwände, die an den LKWs hinten dran sind. Wir haben Marinelösungen bis hin zu Rettungsbooten, die aus den Schiffen abgeworfen werden – eigentlich alles, was mit dem Heben von Lasten jeglicher Art zu tun hat. Wir sind also sehr diversifiziert aufgestellt.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Und was ist genau deine Aufgabe bei Palfinger? Wie hast du dort als Systems Engineer angefangen?</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Ja, das ist über die letzten drei Jahre ein bisschen gewachsen. Als ich 2020 bei Palfinger angefangen habe, war unsere Organisation sehr im Umbruch. Wir haben viel globalisiert und zentralisiert. Zeitgleich kam die Einführung einer Matrixorganisation, in der ich verankert bin. Ich war in meinen ersten zwei Jahren intern der Ansprechpartner für Systems Engineering im Allgemeinen, also für jegliche Aspekte: Von Requirements Engineering über Systemmodellierung bis hin zu Testmanagement und FMEA.</p>



<p>Es gab mal Diskussionen, ob die Systemsimulation eigentlich auch in meiner Verantwortung liegt, also war ich ein bisschen „Mädchen für alles“. Das lag aber auch daran, dass wir natürlich stark im Personalaufbau waren, um die vielen Bereiche, die vielen Aspekte, irgendwie abdecken zu können. Mittlerweile ist unser Team deutlich gewachsen. Momentan liegt mein Fokus klar auf Architekturmodellierung und Requirements Management.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="416" height="600" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-blog-04.jpg" alt="Luca Weik Palfinger AG ViProSim" class="wp-image-15247" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-blog-04.jpg 416w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-blog-04-208x300.jpg 208w" sizes="(max-width: 416px) 100vw, 416px" /><figcaption class="wp-element-caption">Luca Weik auf der ViProSim Fachtagung im Oktober 2023</figcaption></figure>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong><br>Das heißt, du hast mit deiner Erfahrung das Systems Engineering bei Palfinger richtig vorangetrieben?</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Ja, tatsächlich. Wir haben bei Palfinger allerdings das Glück, dass das Management uns sehr viel Rückenhalt für das Thema Systems Engineering bietet. Es wurde gesehen, dass in dem Gebiet große Potenziale liegen. Es war vom Management klar gewünscht, das weiter zu pushen und deswegen wurde sehr früh eine Vollzeitstelle dafür freigemacht; Fokus: Systems Engineering Methoden bei Palfinger einführen und betreuen.</p>



<p>Das klang für mich super interessant. Ich habe ja ähnliches eigentlich schon bei Kärcher gemacht und ich muss auch sagen, ich wollte persönlich immer in die Berge, deswegen hat es mich zu Palfinger verschlagen, um dort im Endeffekt das Ganze nochmal zu machen.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong><br>Das klingt wirklich sehr spannend! Bist du da in einer ganzen Abteilung in einem Team oder wie seid ihr heute aufgestellt?<br><br><strong>Luca Weik</strong><br>Als ich angefangen habe, waren wir in unserer Stabstelle nur 6 Leute im Team, quasi ein Einzelkämpfer in jedem Bereich: Einer für den Entwicklungsprozess, einer für das Projektmanagement Office, einer für Masterdata-Management, einer für Systems Engineering, etc&#8230;</p>



<p>Wir hatten viele Freiheiten zu gestalten, wie sich die Themen weiter aufbauen lassen und sind mittlerweile in unserer Abteilung extrem gewachsen: Wir sind nun 60 Leute, weil die einzelnen Themenfelder immer mehr Zug aufgebaut haben. Immer mehr Leute in der Firma wollen damit arbeiten, wollen unsere Services, die wir intern anbieten, gerne in Anspruch nehmen.</p>



<p>Natürlich sind die 60 Leute nicht nur für SE zuständig, man muss hierbei auch sagen dass &gt;50% davon unser zentraler Prototypenbau ausmacht. Mittlerweile haben wir zusammengerechnet mit Christian Zingel, der das Team Systems Engineering als Leiter übernommen hat, drei Vollzeitmitarbeiter und 2 Studenten im Team für die Aspekte von Systems Engineering.</p>



<p>Wir haben dann auch noch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, der bei uns an der FH in Salzburg sitzt und arbeiten mit einem Studentenprojekt der HAW Landshut zusammen. So wächst unser Kreis an Leuten, mit denen wir zusammen forschen und arbeiten stetig.</p>



<p>Am Anfang, bevor wir uns diese Strukturen aufgebaut haben habe ich sehr viel mit Christian Tschirner und damals noch Myu (Two Pillars) und mittlerweile auch schon sehr lang mit Matthias Greinert (Two Pillars), die SE-Themen aufgebaut und supportet – also viel mit externer Hilfe. Ohne diese Top-Zusammenarbeit wäre das alles wirklich schwierig gewesen.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Wow, da seid ihr ja schon richtig gut aufgestellt. Ihr arbeitet ja auch mit iQUAVIS bei Palfinger, und du bist auch Trainer für die Software intern. Was sind deine Erfahrungen damit?</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Das erste Mal habe ich iQUAVIS auf dem TdSE gesehen. Ich glaube, es war 2019. Vorher bei Kärcher habe ich viel mit SysML-Tools gearbeitet. Wir haben dort mit Kollegen vors allem aus Entwicklungsbereichen mit diesen Tools gearbeitet, aber was mir immer ein Dorn im Auge war bei SysML, ist, dass die Einstiegshürde zu groß ist.</p>



<p>Die Modelle werden meistens auch sehr groß und &nbsp;kompliziert, sodass sie tatsächlich dann nur noch von einzelnen Experten in der Firma lesbar oder bearbeitbar sind.<br>Für mich war der Ansatz so, wie ich Systems Engineering verstehe, eigentlich immer sehr kollaborativ: Möglichst jeder soll mitarbeiten! Jeder soll das Modell sehen und auf einen Blick verstehen können.</p>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="421" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-palfinger-blog-06.jpg" alt="Luca Weik Palfinger AG ViProSim" class="wp-image-15246" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-palfinger-blog-06.jpg 600w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-palfinger-blog-06-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Luca Weik auf der ViProSim Fachtagung im Oktober 2023</figcaption></figure>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Deswegen fand ich das grundlegend leichtgewichtigere Konzept von iQUAVIS schon immer interessant. Da wir bei Palfinger den Freiraum hatten, erstmal auszuprobieren, was wir wollten, habe ich sie ergriffen und mal geschaut, wie das mit iQAUVIS funktioniert. Auch wenn man Systems Engineering skaliert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Unsere Erfahrung bisher mit iQUAVIS ist, dass es den Leuten leichter fällt, einzusteigen und das mal für sich auszuprobieren und damit zu arbeiten. Es ist tatsächlich wenig Schulungs- und Trainingsaufwand. Die Leute haben nicht so viel Angst, irgendwas kaputt zu machen oder überfordert zu werden. Nach einem Vormittag ist eigentlich jeder User unabhängig der Vorerfahrung grundsätzlich fähig in Modellen zu navigieren um sich Infos anzuschauen.</p>
</blockquote>



<p>Wir haben inzwischen sehr viele Leute, die iQUAVIS verwenden. Da sind auch einige dabei, die bauen sich einfach nur Baumdiagramme auf, um ihren Kopf und ihre tägliche Arbeit zu strukturieren. Das hat gar nichts mit <a href="/tag/produktentwicklung/">Produktentwicklung</a> oder Systems Engineering im klassischen Sinne zu tun, aber das ist irgendwo auch genau das, was mir wichtig ist: Dass Leute diese Methoden verinnerlichen. Diese Tools kann ich für Probleme aller Art einsetzen.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Das klingt schon sehr weit! Erinnerst du dich noch an “alte” Systems Engineering, Zeiten? Zeiten vor diesem Tool? Was würdest du sagen, so im Vorher-Nachher-Vergleich: Wie würdest du das bewerten?</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Ich muss sagen, ich habe während des Studiums – und das ist jetzt nicht irgendwie böse gemeint gegen die DHBW – noch nichts von Systems Engineering mitgekriegt! Ich war im Nachhinein in den letzten Jahren immer überrascht, wie bedeutend das Thema ist und auch gesehen wird, zumindest in unserem kleinen Systems Engineering Kreis. Ich bin ja mit relativ wenig Vorwissen von der Uni in das Thema eingestiegen und ich kann mir heute in komplexeren Projekten nicht vorstellen, wie man es ohne machen würde.</p>



<p>Es gibt Fragestellungen, die es zu beantworten gilt, zum Beispiel: Wenn ich jetzt an dieser Funktion noch was ändern will, was ist denn da betroffen im Projekt? Ich wüsste nicht, wie man ohne einen gewissen Systems Engineering Ansatz solche Fragestellungen von Entwicklern beantworten kann, außer man wühlt in Office Dokumenten rum und kämpft sich durch alte E-Mails, was immer noch Stand der Technik ist in vielen Fällen.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Das heißt, das erlebst du noch, dass so noch gearbeitet wird?</p>



<p><strong>Luca Weik</strong></p>



<p>Ja, ja natürlich da wird uns die Arbeit so schnell nicht ausgehen.<em> (lacht)</em></p>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Du hast gerade nochmal gesagt, dass in deinem Maschinenbau Studium Systems Engineering noch kein Thema war?</p>



<p><strong>Luca Weik&nbsp;</strong></p>



<p>Nee, wir hatten tatsächlich damals ein Fach, das hieß „Konstruktionslehre“, glaube ich. Da ging es in die Richtung. Da haben wir so ein bisschen über Best practice Methoden für z.B.: Anforderungen oder FMEAs gesprochen, aber Systems Engineering als tatsächliche Methodik war in meinem Studium noch kein Thema.</p>



<p>Ich weiß von unseren Kooperationen, dass es mittlerweile eine ganze Reihe Master-Studiengänge gibt, die sich auf Systems Engineering konzentrieren. Das ist meiner Meinung nach auch richtig und wichtig, dass das mehr und mehr sogar als ganzer Studiengang Einzug hält, aber ich persönlich hatte damit an der Uni noch gar keinen Kontakt.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Das ist echt spannend. Dieses Interview ist ja auch für junge Menschen gedacht, die sich vielleicht über den Beruf des Systems Engineers interessieren. Was würdest du denen raten? Wie fängt man an mit Systems Engineering oder was hättest du gerne früher gewusst?</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="435" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-blog-03.jpg" alt="Luca Weik, Senior Specialist Systems Engineering, Palfinger AG" class="wp-image-15254" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-blog-03.jpg 600w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/luca-weik-systems-engineer-blog-03-300x218.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Luca Weik, Senior Specialist Systems Engineering, Palfinger AG</figcaption></figure>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Auf jeden Fall sollen sie es machen! Ich würde es auch nicht nur jungen Menschen empfehlen, sondern ich würde jedem empfehlen, sich grundsätzlich über Systems Engineering zu informieren. Ich bin der Meinung, dass es jedem hilft, auch in der täglichen Arbeit als Ingenieur oder als Produktmanager, als Techniker, oder auch, wenn ich mir nur meinen Kopf irgendwie strukturieren will.<strong>&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Jungen Leuten, die vor allem in das Berufsbild Systems Engineer wollen, würde ich raten, sich möglichst viele verschiedene Aspekte von Engineering anzusehen. Dadurch, dass Systems Engineering sich auf alle Disziplinen und den ganzen Lebenszyklus konzentriert, ist es wichtig, eine gewisse Vorerfahrung oder Ahnung zu haben was das alles beinhaltet.</p>



<p>Grundsätzlich sollte man sich aber auch gut und gerne mit Leuten beschäftigen und vernetzen können und sehr flexibel in seiner Denkweise sein. Man muss sich z.B. oftmals fragen: Was hab ich jetzt für ein Projekt? Was entwickle ich für ein Produkt? Wie kompliziert ist es? Was hab ich für Personen in meinem Projektteam? Wie sind die persönlichen Vorlieben? Je nachdem variiert der Ansatz, in welcher Ausprägung man dann nachher wirklich Systems Engineering macht. Da ist also auch viel Flexibilität drin.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ich glaub, das Wichtigste ist, offen reinzugehen und zu versuchen, was zu bewegen, was zu verbessern, aber ganz, ganz stark auf die Leute zu hören, mit denen tatsächlich im Projektteam gearbeitet wird. Ich glaub das ist mitunter das Wichtigste bei der Sache irgendwo pragmatisch zu bleiben. Man darf nicht vergessen, dass wir es für die einzelnen Leute machen, damit jeder, der damit arbeitet und Teil vom Projektteam ist, seinen Vorteil in seiner täglichen Arbeit sieht und gerne damit arbeitet.</p>
</blockquote>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Ja, das heißt Systems Engineering ist auf jeden Fall Teamwork.</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Ja, absolut. Mittlerweile ist – meiner Erfahrung nach – der entscheidende Faktor der Mensch: Wie kriege ich die einzelnen Leute dazu, damit zu arbeiten und ihre Ideen dort zu dokumentieren? Nicht den Umweg über das Management oder über die Ansage: Ihr müsst jetzt aber Modelle bauen!</p>



<p>Ideal ist, wenn jeder für sich den Benefit sieht und jeder auch die Freiheit hat, so zu arbeiten, wie er das braucht. Ich glaub, dass wir da an sich in der Systems Engineering Branche noch ganz viele Chancen haben, das Ganze wirklich mehr auf den Menschen zu beziehen.</p>



<p>Die Tools sind grundsätzlich mittlerweile alle cool. Ich glaube aber, dass das nicht unsere Schwäche ist, sondern ich glaube, Systems Engineering ist jetzt noch nicht so breit eingeführt, wie es sein könnte, weil es größtenteils an der Organisationsveränderung und an unserem Changemanagement hängt.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Was mich jetzt mal interessieren würde: Hast oder hattest du mal ein Projekt bei Palfinger, wo du sagst, das hat besonders gut geklappt – vielleicht auch mit iQUAVIS?</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Ja, wir haben grundsätzlich ein paar Projekte, in denen wir wirklich sehr, sehr tief und viel modelliert haben. Wir haben ein Projekt für einen stark autonomisierten Kran für den Marineeinsatz, der sehr viele sicherheitsrelevante Funktionen hat durch den großen Autonomieanteil.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/palfinger_marine_cybercrane_00.jpg" alt="Marine Kran Palfinger" class="wp-image-15242" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/palfinger_marine_cybercrane_00.jpg 600w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/palfinger_marine_cybercrane_00-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kran. Bild: Palfinger AG.</figcaption></figure>



<p>Wir haben angefangen, UseCases zu modellieren, um zu beschreiben: Was macht der Kran, wie interagiert er mit seiner Umgebung? <br>Und wir nutzen die iQUAVIS-Diagramme tatsächlich auch in der Abstimmung mit unseren Kunden und Zulieferern, um abzustimmen, welches System ist nachher tatsächlich verantwortlich für die Ausführung, welche Funktionalitäten und allein diese grafische Notation hilft in der Abstimmung wirklich.</p>



<p>Ebenso wird es mit den Zulieferern und mit dem Kunden eingesetzt, um zu verstehen, wo etwaige Probleme liegen. Von dort sind wir weiter gegangen und haben Funktionen abgeleitet, FMEAs und Risikoanalysen gemacht. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Was mich aber auch glücklich macht: Wir nutzen iQUAVIS intern für unsere Dokumentation und die Kollegen werfen sich mittlerweile in den Terminen die Diagramme an die Wand und diskutieren darüber. Leitfragen sind dann: „Haben wir das richtig verstanden? Gehört der Pfeil doch woanders hin und ist das wirklich so?“ – &nbsp;Es ist also ein bisschen Kommunikationsstandard geworden ist, nicht mehr mit Dokumenten zu arbeiten, sondern im Modell, in iQUAVIS.</p>
</blockquote>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong><br>Wenn wir jetzt schon so ein bisschen Richtung Zukunft schauen, was glaubst du? Wie wird sich Systems Engineering entwickeln? Oder welche Themen sind wichtig, wenn du an Systems Engineering der Zukunft denkst?</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Ich denke, dass wir uns gut in die Richtung entwickeln, dass es einen sehr offenen Austausch gibt. Ich sehe Systems Engineering als eine Dokumentationsform, wo jeder seine Informationen beiträgt und jeder die für ihn relevanten Informationen in verdaubaren Häppchen bekommt. Dazu muss allerdings jeder Modelle lesen können und jeder auch Zugriff auf Modelle haben.</p>



<p>Also ich glaub, dass da noch beispielsweise Systems Engineering Tools in kollaborative Medien eingebaut werden müssen: Dass es wirklich Tagesgeschäft wird, das die Leute gerne anfassen und ähnlich frequentiert nutzen wie Teams. Ich hoffe, dass wir das bald hinbekommen.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong><br>Dass die Berührungsängste einfach auch nachlassen.</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Ganz genau! Was sonst noch ein Riesenthema überall ist: Artificial Intelligence, also AI. Jeder verwendet inzwischen ChatGPT in seiner täglichen Arbeit und wir schauen alle auf die Chancen, die uns das bringen wird.</p>



<p>Ich sehe für Systems Engineering eine große Chance. Wir reden ja immer über textuelle Dokumentation und modellbasierte Dokumentation und ich kann mir gut vorstellen, dass diese Grenze verschwimmen könnte, zum Beispiel, dass aus meinem nativen Text, den ich in den Chat reinschreibe dann ein Diagramm erstellt wird.</p>



<p>Ich glaub, da können wir viele, Startschwierigkeiten beseitigen.</p>



<p><strong>Sonja Feierabend</strong></p>



<p>Vielen Dank! Dann habe ich jetzt noch die allerletzte Frage: Warum iQUAVIS?</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Für mich ganz klar: Es ist ein leichtgewichtiger Ansatz für die Modellierung. Die Einstiegshürde, das Tool zu lernen und die ersten Schritte darin zu machen, es zu bedienen, ist so niedrig, dass wir unsere User eigentlich innerhalb von 2 Stunden aufgegleist kriegen. Das spricht einfach fürs Tool.</p>



<p>Das ist nicht so weit weg von dem, was man kennt. Man kann sich damit sehr schnell anfreunden. Meine Bedenken vorher waren, dass die Kapazität von iQUAVIS nicht reicht, um wirklich große Systeme zu modellieren. Aber ich muss sagen, wir haben mittlerweile Modelle, die sind riesig und wir kommen noch nicht an die Grenzen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Es macht es für den User einfacher, den Bezug zu System Engineering zu kriegen. Für mich ist es deshalb gerade das perfekte Tool, um diese Einführung, die wir in unserer Organisation wollen, zu begleiten.</p>
</blockquote>



<p><strong>Sonja Feierabend&nbsp;</strong><br>Vielen herzlichen Dank!</p>



<p><strong>Luca Weik</strong><br>Gerne!</p>



<p><a id="_msocom_2"></a></p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-ast-global-color-6-background-color has-background"><a href="https://www.linkedin.com/in/luca-weik-4bb598188/" target="_blank" rel="noopener">Luca Weik</a> ist Senior Specialist Systems Engineering bei der <a href="https://www.palfinger.com/de-de" target="_blank" rel="noopener">Palfinger AG</a>.<br>Palfinger ist der weltweit führende Produzent und Anbieter innovativer Kran- und Hebelösungen.</p>



<p class="has-ast-global-color-5-color has-ast-global-color-0-background-color has-text-color has-background">Mehr über unser Systems-Engineering-Tool iQUAVIS <a href="/iquavis/">erfahren Sie hier</a>.</p>



<p>&nbsp;</p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h3 class="wp-block-heading">Interview-Reihe &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220;</h3>


<ul class="wp-block-latest-posts__list is-grid columns-2 wp-block-latest-posts"><li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Wir sind Systems Engineer Philip Porten BAUER Offshore Technologies" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/systems-engineering-in-offshore-projekten-bauer-porten/">Wir sind Systems Engineer: Philip Porten von BAUER Offshore Technologies</a></li>
<li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Interview Rebecca Heitmann HARTING AT Wir sind Systems Engineer" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/heitmann-systems-engineering-im-sondermaschinenbau/">Wir sind Systems Engineer: Rebecca Heitmann über Systems Engineering im Sondermaschinenbau</a></li>
<li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/blog-weihnachtsmann-systems-engineer-01-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="weihnachtsmann systems engineer" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/blog-weihnachtsmann-systems-engineer-01-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/blog-weihnachtsmann-systems-engineer-01.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/weihnachtsmann-systems-engineer/">Wir sind Systems Engineer &#8211; Interview mit dem Weihnachtsmann</a></li>
<li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Blog-Titel-Luca-Weik-Wir-sind-systems-engineer-palfinger-01-1-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Luca Weik Palfinger AG Wir sind Systems Engineer" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Blog-Titel-Luca-Weik-Wir-sind-systems-engineer-palfinger-01-1-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Blog-Titel-Luca-Weik-Wir-sind-systems-engineer-palfinger-01-1.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/wir-sind-systems-engineer-luca-weik-palfinger/">Wir sind Systems Engineer: Luca Weik von der Palfinger AG</a></li>
</ul></div>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/08/sonja-web-750px.jpg" width="100"  height="100" alt="Sonja Feierabend" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.two-pillars.de/author/sonja-feierabend/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Sonja Feierabend</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Sonja Feierabend ist Online Marketing Managerin bei der Two Pillars GmbH. Sie hat Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft studiert und bloggt seit der Erfindung des Internets. Sie betreut die Website und Social Media sowie weitere Marketing-Themen, PR und Projekte.</p>
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			</item>
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		<title>Wie werde ich Systems Engineer? &#8211; Interview mit Simon Hofmann von Belimo</title>
		<link>https://www.two-pillars.de/systems-engineer-interview-simon-hofmann-belimo/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Tschirner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Sep 2023 09:07:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir sind Systems Engineer]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Produktentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[Systems Engineering als interdisziplinärer Ansatz setzt sich immer mehr im Maschinen- und Anlagenbau durch. Systems Engineering bringt Transparenz in komplexe Zusammenhänge und stellt nicht nur eine spezifische Facette einer Aufgabe in den Mittelpunkt, sondern das Gesamtsystem. Die Anfänge von Systems Engineering liegen in den Mondlandungsprojekten – wobei es u.a. darum ging, Lösungen auf konkrete Anforderungen rückverfolgbar zu machen. In Projekten, in denen heute – mehr als 50 Jahre nach der ersten Mondlandung – Elektronik, Software und Mechanik aufeinandertreffen, wird ein klassischer, pen-and-paper-basierter Ansatz schnell zur Fehlerquelle. Deshalb setzt sich auch die Erkenntnis durch, dass Softwareunterstützung elementar für die wirksame Umsetzung von Systems Engineering ist. Aber: Wie wird man überhaupt Systems Engineer? Wir beginnen daher heute die Interviewreihe &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220; und stellen darin interessante Lebensläufe vor. Den Anfang macht Simon Hofmann: Simon Hofmann ist einer, der seit vielen Jahren Requirements Engineering und Systems Engineering in seiner Arbeit vorantreibt. Heute ist er Systems Engineer bei unserem Kunden Belimo – einem Unternehmen aus dem Bereich Haustechnik, Gebäudeautomation und HLK. Im Interview skizziert Simon seinen persönlichen Werdegang bis zu seinem Eintritt bei Belimo. Sehr anschaulich beschreibt er, warum gutes Requirements Management und Systems Engineering die einzige Möglichkeit sind, in einem komplexen technischen Projekt den Überblick zu behalten. Gleichzeitig steht sein Werdegang exemplarisch für den Quereinstieg ins Systems Engineering &#8211; oder ist das vielleicht sogar der idealtypische Weg? Vom Elektroingenieur zum Systems Engineer Christian: Wie bist du zum Systems Engineering gekommen, Simon? Was ist dein Ausbildungshintergrund? Simon Hofmann, Belimo AG:Ich habe meine berufliche Laufbahn als Elektroingenieur gestartet. Meine erste Anstellung als Ingenieur war noch an der Fachhochschule. Da habe ich am Physikinstitut gearbeitet. Aufgrund privater Erfahrungen habe ich später eine Weiterbildung in Richtung Medizintechnik gemacht. Dadurch war ich dann schon mittendrin im Systems Engineering – habe das aber noch gar nicht so richtig bemerkt. Da war ich bei Bernafon, einen Hörgerätehersteller. Diese Firma war schon 2005 wirklich fortschrittlich im Systems Engineering. Da wurden sich damals schon Gedanken über Requirements, Architektur und Design gemacht, auf einem ganz anderen Level als damals üblich. Ich habe das aber leider auch nicht so mitbekommen, weil ich da noch im Elektronikteam war – Stovepipes halt trotzdem. Ich bin dann aber immer mehr in Richtung Systemkonfiguration gewandert und habe immer mit spezifischen Aspekten des Systems Engineering zu tun gehabt, auch mal ein Testsystem entwickelt. Danach habe ich in einer anderen Medizintechnikfirma als Systems Engineer gestartet. Erst da wurde mir bewusst, wie gut das Systems Engineering Framework aus Prozess-Methode-Tool bei Bernafon schon aufgesetzt war – ich konnte zwar von einigen Erfahrungen profitieren, aber beim Aufsetzen einer ersten SE-Werkzeugkette und der Verantwortung für verschiedene Aspekte von Systems Engineering war das Systems Engineering dann doch schon wie eine neue Welt für mich. Christian: Inwiefern? Was meinst Du damit konkret? Simon Hofmann, Belimo AG:In meiner neuen Firma stand Systems Engineering, so wie wir es heute machen würden, noch in den Startlöchern. Requirements wurden häufig in einem Word Dokument geschrieben und dann wurde ein nächstes Word Dokument geschrieben, wo man nur noch die Änderungen reingeschrieben hat, und dann wieder ein nächstes. Eher ganz normal für die damalige Zeit – und ganz offen: Meist ja auch noch heute. Wenn man diese Aufgaben aber nicht modellbasiert mit einem Tool macht, ist das unmöglich. Wir haben dann zunächst ein SysML-Werkzeug für das Requirements Engineering eingesetzt, also nicht nur für die Architektur. Das war schon ganz spannend, aber leider auch das falsche Tool für die richtige Aufgabe. Es wurde recht schwierig: Wenn man ein neues Produkt auf Basis eines bereits existierenden Produkts anstoßen wollte, musste man bspw. immer alles kopieren. Das ist etwas, wo einem jeder mit ein bisschen Ahnung raten würde, dass man das nicht tut. Aber wir haben gut gelernt. Ich war zu dem Zeitpunkt also schwerpunktmäßig schon auf der Requirements-Engineering-Seite. Etwas später suchte ich etwas Neues, und dann kam diese Stelle zum Aufsetzen der Methodik von Systems Engineering bei Belimo. Und so bin ich zu Belimo gekommen. Christian: Wann war das? Und wie lief das dann ab? Simon: Das war vor ziemlich genau 3 Jahren, im April 2020. Anfänglich war das Thema Systems Engineering auch bei Belimo noch nicht etabliert. Es gab aber ein Projekt für die Einführung von Systems Engineering, in dem habe ich mitgearbeitet. Unser Projektleiter war damals Martin Oswald. Wir waren damals kein fixes Team, vielmehr eine Stabsstelle. Alle anderen Leute in diesem Team waren Abteilungsleiter, die also neben ihrer eigentlichen anspruchsvollen Tätigkeit zwar die Bedeutung von Systems Engineering erkannt hatten, aber nicht so viele Ressourcen investieren konnten, wie sie es gewollt hatten. So konnten wir dann nicht die notwendige Breitenwirkung für das Systems Engineering erreichen. Wir haben immer viele gute Konzepte und Präsentationen erstellt, was wir jetzt neu gemacht haben – aber so in der Retrospektive mussten wir lernen, dass die Organisation damit nicht so zurechtgekommen ist. Wir haben irgendwo immer auf einer anderen Ebene gesprochen – das passiert schnell – und die meisten Leute sind in ihrem Arbeitsalltag mit ganz anderen Problemen konfrontiert. So konnte Systems Engineering nur bedingt fruchten. Christian: Toll, dieser offene Einblick, davon kann man viel lernen. Es veranschaulicht auch sehr gut, dass Systems Engineering eine große Kommunikationsherausforderung ist – nicht nur der verschiedenen Systeme, sondern auch der Menschen in einem Unternehmen. War das bis dahin alles pen-and-paper-based Systems Engineering? Simon: Nein, war es nicht. Es war zum Anfang so ein Mischding. Weil die Softwareentwicklung schon damals Requirements in Jira geschrieben hat, haben wir das dann auch insgesamt etabliert: Jira für Requirements. Aber für das, was wir Systeme nennen, und auch für alles andere gab es eigentlich nicht wirklich Requirements. Da haben wir viel und erfolgreich Zeit und Hirnschmalz investiert – und wir werden jeden Tag besser. Und genau das ist es, was man beim Systems Engineering machen muss: Jeden Tag ein bisschen besser werden wollen und auch scheinbar widersprüchliche Dinge im Sinne des Gesamtsystems zusammenfahren. Auch wenn es scheinbar schneller geht, Requirements gehören nicht in ein Word-Dokument – denn tracebar werden sie nur in einem Softwaretool. Das waren die Anfänge von Systems Engineering bei Belimo.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><br>Systems Engineering als interdisziplinärer Ansatz setzt sich immer mehr im Maschinen- und Anlagenbau durch. Systems Engineering bringt Transparenz in komplexe Zusammenhänge und stellt nicht nur eine spezifische Facette einer Aufgabe in den Mittelpunkt, sondern das Gesamtsystem. Die Anfänge von Systems Engineering liegen in den Mondlandungsprojekten – wobei es u.a. darum ging, Lösungen auf konkrete Anforderungen rückverfolgbar zu machen. In Projekten, in denen heute – mehr als 50 Jahre nach der ersten Mondlandung – Elektronik, Software und Mechanik aufeinandertreffen, wird ein klassischer, pen-and-paper-basierter Ansatz schnell zur Fehlerquelle. Deshalb setzt sich auch die Erkenntnis durch, dass Softwareunterstützung elementar für die wirksame Umsetzung von Systems Engineering ist. Aber: Wie wird man überhaupt Systems Engineer?</p>



<p>Wir beginnen daher heute die Interviewreihe &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220; und stellen darin interessante Lebensläufe vor. Den Anfang macht Simon Hofmann:</p>



<p>Simon Hofmann ist einer, der seit vielen Jahren Requirements Engineering und <a href="/systems-engineering/">Systems Engineering</a> in seiner Arbeit vorantreibt. Heute ist er Systems Engineer bei unserem Kunden Belimo – einem Unternehmen aus dem Bereich Haustechnik, Gebäudeautomation und HLK. </p>



<p>Im Interview skizziert Simon seinen persönlichen Werdegang bis zu seinem Eintritt bei Belimo. Sehr anschaulich beschreibt er, warum gutes Requirements Management und Systems Engineering die einzige Möglichkeit sind, in einem komplexen technischen Projekt den Überblick zu behalten. Gleichzeitig steht sein Werdegang exemplarisch für den Quereinstieg ins Systems Engineering &#8211; oder ist das vielleicht sogar der idealtypische Weg?</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="vom-elektroingenieur-zum-systems-engineer">Vom Elektroingenieur zum Systems Engineer</h2>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="450" height="600" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/09/simon-hofmann-belimo-03.jpg" alt="Simon Hofmann Belimo Systems Engineer" class="wp-image-12388" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/09/simon-hofmann-belimo-03.jpg 450w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/09/simon-hofmann-belimo-03-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Simon Hofmann, Systems Engineer bei Belimo AG.</figcaption></figure>



<p><strong><em>Christian</em>: Wie bist du zum Systems Engineering gekommen, Simon? Was ist dein Ausbildungshintergrund?</strong></p>



<p><em>Simon Hofmann, Belimo AG:</em><br>Ich habe meine berufliche Laufbahn als Elektroingenieur gestartet. Meine erste Anstellung als Ingenieur war noch an der Fachhochschule. Da habe ich am Physikinstitut gearbeitet. Aufgrund privater Erfahrungen habe ich später eine Weiterbildung in Richtung Medizintechnik gemacht. Dadurch war ich dann schon mittendrin im Systems Engineering – habe das aber noch gar nicht so richtig bemerkt. Da war ich bei Bernafon, einen Hörgerätehersteller. Diese Firma war schon 2005 wirklich fortschrittlich im Systems Engineering. Da wurden sich damals schon Gedanken über Requirements, Architektur und Design gemacht, auf einem ganz anderen Level als damals üblich. Ich habe das aber leider auch nicht so mitbekommen, weil ich da noch im Elektronikteam war – Stovepipes halt trotzdem.</p>



<p>Ich bin dann aber immer mehr in Richtung Systemkonfiguration gewandert und habe immer mit spezifischen Aspekten des Systems Engineering zu tun gehabt, auch mal ein Testsystem entwickelt.</p>



<p>Danach habe ich in einer anderen Medizintechnikfirma als Systems Engineer gestartet. Erst da wurde mir bewusst, wie gut das Systems Engineering Framework aus Prozess-Methode-Tool bei Bernafon schon aufgesetzt war – ich konnte zwar von einigen Erfahrungen profitieren, aber beim Aufsetzen einer ersten SE-Werkzeugkette und der Verantwortung für verschiedene Aspekte von Systems Engineering war das Systems Engineering dann doch schon wie eine neue Welt für mich.</p>



<p><strong><em>Christian:</em> Inwiefern? Was meinst Du damit konkret?</strong></p>



<p>Simon Hofmann, Belimo AG:<br>In meiner neuen Firma stand Systems Engineering, so wie wir es heute machen würden, noch in den Startlöchern. Requirements wurden häufig in einem Word Dokument geschrieben und dann wurde ein nächstes Word Dokument geschrieben, wo man nur noch die Änderungen reingeschrieben hat, und dann wieder ein nächstes. Eher ganz normal für die damalige Zeit – und ganz offen: Meist ja auch noch heute. Wenn man diese Aufgaben aber nicht modellbasiert mit einem Tool macht, ist das unmöglich.</p>



<p>Wir haben dann zunächst ein <a href="/tag/sysml/">SysML</a>-Werkzeug für das Requirements Engineering eingesetzt, also nicht nur für die Architektur. Das war schon ganz spannend, aber leider auch das falsche Tool für die richtige Aufgabe.</p>



<p>Es wurde recht schwierig: Wenn man ein neues Produkt auf Basis eines bereits existierenden Produkts anstoßen wollte, musste man bspw. immer alles kopieren. Das ist etwas, wo einem jeder mit ein bisschen Ahnung raten würde, dass man das nicht tut. Aber wir haben gut gelernt. Ich war zu dem Zeitpunkt also schwerpunktmäßig schon auf der Requirements-Engineering-Seite.</p>



<p>Etwas später suchte ich etwas Neues, und dann kam diese Stelle zum Aufsetzen der Methodik von Systems Engineering bei Belimo. Und so bin ich zu Belimo gekommen.</p>



<p><strong><em>Christian:</em> Wann war das? Und wie lief das dann ab?</strong></p>



<p><em>Simon:</em></p>



<p>Das war vor ziemlich genau 3 Jahren, im April 2020. Anfänglich war das Thema Systems Engineering auch bei Belimo noch nicht etabliert. Es gab aber ein Projekt für die Einführung von Systems Engineering, in dem habe ich mitgearbeitet. Unser Projektleiter war damals Martin Oswald.</p>



<p>Wir waren damals kein fixes Team, vielmehr eine Stabsstelle. Alle anderen Leute in diesem Team waren Abteilungsleiter, die also neben ihrer eigentlichen anspruchsvollen Tätigkeit zwar die Bedeutung von Systems Engineering erkannt hatten, aber nicht so viele Ressourcen investieren konnten, wie sie es gewollt hatten. So konnten wir dann nicht die notwendige Breitenwirkung für das Systems Engineering erreichen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="314" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/09/simon-hofmann-belimo-06-blog.jpg" alt="simon hofmann belimo swissed" class="wp-image-12403" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/09/simon-hofmann-belimo-06-blog.jpg 600w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/09/simon-hofmann-belimo-06-blog-300x157.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Simon Hofmann, Belimo, bei seinem Vortrag auf der SWISSED23 über Systems Engineering bei Belimo.</figcaption></figure>



<p>Wir haben immer viele gute Konzepte und Präsentationen erstellt, was wir jetzt neu gemacht haben – aber so in der Retrospektive mussten wir lernen, dass die Organisation damit nicht so zurechtgekommen ist. Wir haben irgendwo immer auf einer anderen Ebene gesprochen – das passiert schnell – und die meisten Leute sind in ihrem Arbeitsalltag mit ganz anderen Problemen konfrontiert. So konnte Systems Engineering nur bedingt fruchten.</p>



<p><br><strong><em>Christian</em>: Toll, dieser offene Einblick, davon kann man viel lernen. Es veranschaulicht auch sehr gut, dass Systems Engineering eine große Kommunikationsherausforderung ist – nicht nur der verschiedenen Systeme, sondern auch der Menschen in einem Unternehmen. War das bis dahin alles pen-and-paper-based Systems Engineering?</strong></p>



<p><br><em>Simon:</em></p>



<p>Nein, war es nicht. Es war zum Anfang so ein Mischding. Weil die Softwareentwicklung schon damals Requirements in Jira geschrieben hat, haben wir das dann auch insgesamt etabliert: Jira für Requirements. Aber für das, was wir Systeme nennen, und auch für alles andere gab es eigentlich nicht wirklich Requirements. Da haben wir viel und erfolgreich Zeit und Hirnschmalz investiert – und wir werden jeden Tag besser. Und genau das ist es, was man beim Systems Engineering machen muss: Jeden Tag ein bisschen besser werden wollen und auch scheinbar widersprüchliche Dinge im Sinne des Gesamtsystems zusammenfahren. Auch wenn es scheinbar schneller geht, Requirements gehören nicht in ein Word-Dokument – denn tracebar werden sie nur in einem Softwaretool.</p>



<p>Das waren die Anfänge von Systems Engineering bei Belimo. Und so bin ich vom reinen Elektroingenieur über die Medizintechnik zum Systems Engineer geworden.</p>



<p><strong><em>Christian</em>: Vielen Dank, Simon! Das ist ein sehr spannender Werdegang, vor allem, weil ihr mit Belimo eine unglaubliche Systems Engineering-Geschichte schreibt, das sieht man auch von außen. Diese persönliche Entwicklung zeichnet sehr schön auch die Notwendigkeit von Systems Engineering in anderen Unternehmen nach: Vom kleinen Projekt ist es ja inzwischen eine richtige SE-Organisation geworden.</strong></p>



<p><strong>Wenn Du nun einmal zurückblickst: Was waren in Deinem Ausbildungsweg die entscheidenden Fähigkeiten für Deine heutige Tätigkeit – und war das eher durch das Studium gegeben oder ein „Learning on the Job“?</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="314" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/09/simon-hofmann-belimo-07-blog.jpg" alt="Simon Hofmann, Belimo, bei seinem Vortrag auf der SWISSED23 über Systems Engineering bei Belimo." class="wp-image-12404" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/09/simon-hofmann-belimo-07-blog.jpg 600w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/09/simon-hofmann-belimo-07-blog-300x157.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Simon Hofmann, Belimo, bei seinem Vortrag auf der SWISSED23 über Systems Engineering bei Belimo.</figcaption></figure>



<p><em>Simon:</em></p>



<p>Die Fähigkeiten, die für meine heutige Arbeit entscheidend sind, habe ich mir vor allem während der Arbeit angeeignet und das umfasst verschiedene Aspekte, wie die Projektleitung bei der Einführung von neuen <a href="/tag/mbse/">MBSE</a>-Themen und auf der anderen Seite die sehr konzeptionelle Arbeit mit gleichzeitig einer sehr konkreten Arbeit in unseren Requirements- und Architektur-Tools. Meiner Meinung nach lernt man im Studium eher Metathemen, wie sich Wissen zusammensuchen, abstrahieren, Dinge über Themengrenzen hinüber zusammenfügen.</p>



<p><strong>Christian: Was würdest du jüngeren Leuten raten, die sich für Systems Engineering interessieren?</strong></p>



<p><em>Simon:</em></p>



<p>Geh erst einem Job als Entwickler nach: Meiner Meinung nach ist es schwierig, SE von der Stange in einem Studium zu lernen. Ein wichtiger Aspekt von SE und der Transformation von Unternehmungen ist auch die Erfahrung, die man in verschiedenen Unternehmen sammelt und wie verschiedene Aspekte von Systems Engineering umgesetzt sind in einem Unternehmen. So würde ich vor allem raten, die Theorie und Methodik im Studium zu lernen und dann die Geduld zu haben, Erfahrung in einem Unternehmen zu sammeln.</p>



<p><strong>Christian: Vielen Dank! Eine letzte Frage habe ich noch: Was sind deiner Einschätzung nach Zukunftsthemen im Systems Engineering und wie kann man da on-the-job mithalten?</strong></p>



<p><em>Simon:</em></p>



<p>Ich habe das Gefühl, dass Zukunftsthemen häufig mit Automatisierung und auch KI zu tun haben, weil diese beiden Dinge die Effektivität von Systems Engineering steigern und auch schnell einen Mehrwert liefern können. Um on the Job am Ball zu bleiben, sind auch Toolhersteller in der Pflicht, diese Themen einzubauen und einfach zu erklären, wie Automatisierung und Scripting und auch AI in den Tools eingebaut sind.</p>



<p><em>Das Interview führte Christian Tschirner, Gründer und Geschäftsführer von Two Pillars GmbH</em>.</p>



<p class="has-ast-global-color-6-background-color has-background">Die Belimo AG ist Weltmarktführer in Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Feldgeräten zur energieeffizienten Regelung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. Das 1975 gegründete Unternehmen beschäftigt in über 80 Ländern circa 2200 Mitarbeitende. <br><a href="https://www.belimo.com/de/de_CH/" target="_blank" rel="noopener">Zur Website.</a></p>



<p class="has-ast-global-color-5-color has-ast-global-color-0-background-color has-text-color has-background">Mehr über unser Systems-Engineering-Tool iQUAVIS <a href="/iquavis/">erfahren Sie hier</a>.</p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h3 class="wp-block-heading">Interview-Reihe &#8222;Wir sind Systems Engineer&#8220;</h3>


<ul class="wp-block-latest-posts__list is-grid columns-2 wp-block-latest-posts"><li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Wir sind Systems Engineer Philip Porten BAUER Offshore Technologies" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/03/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Philip-Bauer-400x150-1.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/systems-engineering-in-offshore-projekten-bauer-porten/">Wir sind Systems Engineer: Philip Porten von BAUER Offshore Technologies</a></li>
<li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Interview Rebecca Heitmann HARTING AT Wir sind Systems Engineer" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2024/01/Blog-Wir-sind-Systems-Engineer-Rebecca-Heitmann.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/heitmann-systems-engineering-im-sondermaschinenbau/">Wir sind Systems Engineer: Rebecca Heitmann über Systems Engineering im Sondermaschinenbau</a></li>
<li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/blog-weihnachtsmann-systems-engineer-01-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="weihnachtsmann systems engineer" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/blog-weihnachtsmann-systems-engineer-01-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/blog-weihnachtsmann-systems-engineer-01.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/weihnachtsmann-systems-engineer/">Wir sind Systems Engineer &#8211; Interview mit dem Weihnachtsmann</a></li>
<li><div class="wp-block-latest-posts__featured-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="113" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Blog-Titel-Luca-Weik-Wir-sind-systems-engineer-palfinger-01-1-300x113.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Luca Weik Palfinger AG Wir sind Systems Engineer" style="" srcset="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Blog-Titel-Luca-Weik-Wir-sind-systems-engineer-palfinger-01-1-300x113.jpg 300w, https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/11/Blog-Titel-Luca-Weik-Wir-sind-systems-engineer-palfinger-01-1.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.two-pillars.de/wir-sind-systems-engineer-luca-weik-palfinger/">Wir sind Systems Engineer: Luca Weik von der Palfinger AG</a></li>
</ul></div>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.two-pillars.de/wp-content/uploads/2023/05/Christian-Tschirner-500x500-1.jpg" width="100"  height="100" alt="Dr. Christian Tschirner" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.two-pillars.de/author/christian-tschirner/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Christian Tschirner</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Systems Engineering ist eine Lebensart &#8211; wer sie einmal kennt, kommt nicht von ihr los! Ich brenne dafür, das Engineering zu verändern. Weg von verwirrenden Lasten- und Pflichtenheften hin zu einer modellbasierten Spezifikation. Das hilft mir, viele Aufgaben eines Projekts besser zu bewältigen, mit Kollegen ein gemeinsames eindeutiges Systemverständnis zu bilden und immer die relevanten Aufgaben im Blick zu haben. Und außerdem: Ich bin überzeugt, dass innovative Geschäftsmodelle nur mit einem solchen Ansatz möglich werden: Smarte Services, Things that think, &#8230; Let&#8217;s go together!</p>
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