In diesem Beitrag stellen wir die Umsetzung der Methode CONSENS in iQUAVIS vor. iQUAVIS lässt sich für die Umsetzung der CONSENS Methode speziell vorbereiten. Wir liefern das entsprechende Profil standardmäßig an unsere Kunden aus, die sich damit ihre konkrete CONSENS Umsetzung auch beliebig weiter anpassen können. Ein einheitlicher methodischer Rahmen ist dabei nicht nur wichtig, um in das Thema einzusteigen, sondern auch, um sicherzustellen, dass alle Modelle im Unternehmen vergleichbar sind. Nur so können sie letztlich wiederverwendet und ausgewertet werden.
Mehr zum methodischen Hintergrund der Methode CONSENS finden Sie in unserem separaten Beitrag zu CONSENS.
Inhalt
Übersicht zur CONSENS Methode
Die CONSENS Methode ist gegliedert in zwei Phasen: Die Analyse- und die Synthese-Phase. In der ersten Phase arbeitet der Anwender mit Anwendungsszenarien, Umfeldelemente und Anforderungen. In der zweiten Phase sind es hauptsächlich Funktionen, Lösungselement und ggf. Verhalten. In iQUAVIS bieten sich Baumansichten an, um die Übersicht über die Phasen und die Traceability zwischen den Modellelemente zu überblicken.


Neben den reinen Daten gibt CONSENS auch Bearbeitungsschritte vor, nämlich die schrittweise Erarbeitung der einzelnen Partialmodelle. iQUAVIS ermöglicht die Umsetzung solcher Vorgaben in der Prozesstabelle. Hier werden Aufgaben (standardisiert) definiert. Zu jeder Aufgabe gehören Sichten, in die der Nutzer direkt springen kann um so die Inhalte zu erarbeiten. Diese Sicht richtet sich daher an alle Nutzer und wird als Absprungebene in die einzelnen Aktivitäten genutzt.

Umsetzung der Partialmodelle
Die Partialmodelle von CONSENS werden in verschiedene Sichten in iQUAVIS umgesetzt. Für die Darstellung von Wirkstruktur und Umfeldmodell werden die Entity-Block-Diagramme verwenden. Für die Funktionshierarchie wird mit einer Baumansicht gearbeitet. Wie in CONSENS beabsichtigt, arbeitet iQUAVIS dabei auch mit starken optischen Unterscheidungselementen: So sind bspw. alle lösungsbehafteten Elemente (in iQUAVIS „Entity“) mit rechtwinkligen Ecken versehen. Lösungsneutrale Modellelemente wie bspw. Funktionen haben abgerundete Ecken. Auch mit Farben für Elemente oder Beziehungen kann gearbeitet werden.


Die Verhaltensmodellierung wird ebenfalls mit den entsprechende Diagrammtypen ermöglicht. In den Bildern zu sehen sind die Sequenz-, Aktivitäts- und Zustandsdiagramme.



Traceability und Nutzung der Methode CONSENS in iQUAVIS
Die in CONSENS angefertigten Partialmodelle stehen nicht für sich alleine, sondern ergeben ein konsistentes Ganzes. Dazu werden die Modellelemente zueinander verknüpft. Beispielsweise ergeben sich Anwendungsszenarien oder Use Cases aus Umfeldelementen; Funktionen werden durch Systemelemente realisiert; Anforderungen werden mit Testfällen abgesichert.
In der unten stehenden Grafik haben wir versucht, das so entstehende Systemmodell zu veranschaulichen. Insbesondere die Querbeziehungen bilden später die Grundlage für aussagekräftige Auswertungen:
- Ein Systemelement ändert sich – welche Funktionen und Anforderungen müssen nun neu geprüft werden?
- Wir können eine Anforderung nicht erfüllen, woher kam die eigentlich und gibt es andere Wege, den Kundenwunsch umzusetzen?
- Wer entwickelt eigentlich welches Systemelement und wann werden z.B. Informationen von anderen Kollegen dafür benötigt

Wir haben dem Aufbau des Systemmodells einen eigenen Beitrag gewidmet: Das Systemmodell mit iQUAVIS
Anpassung des CONSENS Profils
Die CONSENS Methode ist gut geeignet um einen Einstieg in das Thema MBSE zu ermöglichen. Sobald man jedoch als Nutzer die ersten Projekterfahrungen gesammelt hat und Schritt für Schritt tiefer in das Thema einsteigt, stellt man in der Regel fest, dass es weitergehende Anforderungen an die Methode gibt. Beispielsweise werden weitere Anforderungsklassen notwendig, oder neue Sichten werden benötigt für bestimmte (bereits etablierte) Methoden. Diese Situation ist unser Erfahrung nach die Regel, denn letztlich gibt es immer unternehmensspezifische Aspekte, die der Branche, der Art der Projekte oder den Unternehmensstruktur geschuldet sind. Hier bietet iQUAVIS intuitiv zu bedienende Tools für die Erweiterung an. Neue Modellelement-Klassen oder neue Attribute können direkt im Tool erzeugt werden.


iQUAVIS bietet dazu ein separates Administrationstool, mit dem Vorlagen und Profile zentral editiert und an alle Nutzer ausgerollt werden können. So kann auch dauerhaft sichergestellt werden, dass alle Nutzer mit den selben Modellelementen arbeiten und die Modelle so vergleichbar und standardisiert weiterverwendbar werden.
Ihre Fragen?
Haben Sie noch Fragen zur Methode CONSENS und wie iQUAVIS sie umsetzt? Fragen Sie uns gern über die Kommentarfunktion oder melden Sie sich für eine kostenlose Live Demo am Beispiel Ihres Use Cases an! Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! Mehr über iQUAVIS erfahren Sie außerdem auf dieser Seite.

Dr. Christian Bremer ist Gründer und Geschäftsführer bei Two Pillars. Er verantwortet die Bereiche Entwicklung und IT, Administration und Personalwesen.
Seit seiner Zeit beim Fraunhofer IEM beschäftigt sich Christian Bremer mit Model-Based Systems Engineering. Er berät und begleitet Unternehmen bei der Einführung. Dabei werden immer wieder auch neue Use-Cases und Feature in iQUAVIS implementiert.



