Wir sind stolz auf unsere Verbindung zu Japan, der Heimat unseres Mutterkonzerns DENTSU SOKEN. Unsere Software-Tools iQUAVIS und i-SPiDM stammen beide aus Japan und sind dort bei einigen Unternehmen im Einsatz. Unsere IT-Abteilung arbeitet eng mit den Kollegen in Japan zusammen. Aufgrund der Zeitverschiebung ist das nicht immer einfach, aber es funktioniert.
Ende Januar 2026 hatte unser ITler Georg die Gelegenheit, für eine Woche nach Japan zu fliegen und dort die japanischen Kollegen, die er aus Online-Calls und Emails kannte, persönlich kennenzulernen. Er hat viele Eindrücke und Bilder mitgebracht. In einem Interview lässt er das Erlebte Revue passieren.
Inhalt
Arbeiten in Japan vs. Arbeiten in Deutschland: Was ist anders?
Du hast DENTSU SOKEN „von innen“ kennengelernt. Wie würdest du die Arbeitsatmosphäre oder das Arbeiten generell im Vergleich zum Arbeiten in Deutschland beschreiben?
Was mir ziemlich schnell aufgefallen ist: In Japan sind Hierarchien deutlicher spürbar als bei uns. Entscheidungen werden sehr gründlich vorbereitet, intern abgestimmt und quasi „vorgegart“, bevor sie offiziell im Meeting landen. Wenn man dann zusammensitzt, wirkt alles extrem strukturiert und durchdacht – große Überraschungen gibt es selten. In Deutschland diskutieren wir Themen oft direkt im Termin, manchmal auch spontan oder kontrovers.
In Japan läuft das ruhiger, harmonischer und insgesamt sehr koordiniert ab. Auch der Teamgedanke ist stärker ausgeprägt. Es geht weniger darum, wer eine Idee eingebracht hat, sondern darum, dass das Ergebnis als Gemeinschaftsleistung überzeugt. Dieses „Wir vor Ich“ war deutlich spürbar.
Die Kommunikation ist ebenfalls anders: Feedback wird eher indirekt und sehr diplomatisch formuliert. Man lernt schnell, zwischen den Zeilen zu hören. Gleichzeitig ist die Professionalität beeindruckend – Pünktlichkeit, Vorbereitung und Respekt sind selbstverständlich. Meetings sind perfekt vorbereitet, Unterlagen klar strukturiert. Da merkt man schon, wie hoch der Anspruch an Qualität und Sorgfalt ist.





Das klingt nach sehr konzentriertem und fokussierten Arbeiten. Was hat dich besonders beeindruckt?
Mein Eindruck von DENTSU SOKEN war durchweg positiv. Die Atmosphäre war sehr fokussiert und respektvoll, aber keineswegs steif. Es herrschte eine angenehme Ruhe, die fast schon ansteckend war – jeder wusste, was zu tun ist, und arbeitete sehr konzentriert. Besonders spannend fand ich, wie selbstverständlich Teamarbeit dort gelebt wird. Niemand drängt sich in den Vordergrund, das gemeinsame Ziel steht klar im Fokus.
Was mich ebenfalls beeindruckt hat, war die Detailgenauigkeit. Präsentationen, Prozesse und Abstimmungen wirkten bis ins Kleinste durchdacht. Man merkt einfach, dass viel Wert auf Qualität gelegt wird. Gleichzeitig habe ich Offenheit und echtes Interesse im Austausch erlebt – auch gegenüber internationalen Partnern. Insgesamt hatte ich das Gefühl, ein Unternehmen zu erleben, das Struktur, Teamgeist und hohe Professionalität sehr konsequent miteinander verbindet.
Du hattest in Japan auch direkt mit den Entwicklerteams von iQUAVIS und i-SPiDM Kontakt. Welche Schwerpunkte werden da gesetzt und was können unsere Kunden in Europa zum Beispiel von der v10 erwarten, die demnächst ausgerollt wird?
Im Austausch mit den Entwicklerteams wurde deutlich, dass die aktuellen Schwerpunkte vor allem auf Benutzerfreundlichkeit, Performance, Schnittstellen und besserer Zusammenarbeit in Projekten liegen. Themen wie Datenmanagement, Versionsverwaltung und Nachverfolgbarkeit werden weiter ausgebaut. Von der Version 10 können unsere Kunden in Europa vor allem eine Performance-Verbesserungen sowie neue Funktionen im Bereich Collaboration und Integration in andere Systeme erwarten.
Das klingt ja super! Würdest du den Austausch mit den japanischen Kollegen als fruchtbar beschreiben? Was hilft dir hier in Deutschland bei deiner Arbeit?
Ja, der Austausch war auf jeden Fall sehr fruchtbar. Der persönliche Kontakt hilft sehr, Anforderungen und Probleme schneller zu klären und ein besseres Verständnis für die Produkte und die Produktstrategie zu bekommen. Für meine Arbeit in Deutschland ist besonders hilfreich, dass ich jetzt die richtigen Ansprechpartner kenne und Kundenanforderungen gezielter nach Japan kommunizieren kann. Außerdem erleichtert das Verständnis der Arbeitsweise die Zusammenarbeit im Alltag deutlich.
Welches Fazit ziehst du aus deiner Reise?
Die Reise war für mich mehr als nur ein beruflicher Termin im Kalender. Sie hat mir nochmal gezeigt, wie unterschiedlich Arbeitskulturen funktionieren können – und dass genau darin eine große Chance liegt. Wir können viel voneinander lernen: von der japanischen Gründlichkeit, dem starken Teamfokus und der beeindruckenden Professionalität – genauso wie von unserer direkten Art und unserer Diskussionsfreude.
Die Two Pillars GmbH hat ihren Sitz im ostwestfälischen Paderborn und vertreibt die MBSE-Software iQUAVIS in der DACH-Region. Unsere aktuellen Stellenausschreibungen finden Sie hier.

Sonja Feierabend ist Online Marketing Managerin bei der Two Pillars GmbH. Sie hat Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft studiert und bloggt seit der Erfindung des Internets. Sie betreut die Website und Social Media sowie weitere Marketing-Themen, PR und Projekte.



